Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 151)
- Language
- German
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145 Es ist bereits von Chajes erkannt worden, dass אבוס nichts anderes als Apis ist. Dass, was die rabbinischen Quellen (zuerst Tosefta Sota 4 und Mechilta ed. Friedmann p. 24) von dem Grabe Josefs erzählen, Elemente des Osiris-Mythus in sich trägt, weist Braunius (Selecta sacra 530 ff) trefflich nach, ln der מניקה des Talmuds vermutet schon Sachs (a. a. O.) die Isis. Dieses ist gewiss nur der hebraisirte Name der ägyptischen Göttin A n u k e (vgl. über dieselbe Uhlemann ägypt. Alterthumsk. II. S. 180). ״Da sie nur eine Abart der Isis war, so führte sie wie diese bisweilen den Beinamen Muth, d. i. Mutter“ (Uhlemann das.). Es tritt übrigens der Name Isis selbst in der rabbinischen Hagada hie und da hervor. Joma 67b wird über den Bock, der am Versöhnungstage dem Asasel geschickt wurde, unter Anderem gesagt תנא ״ דבי ר' ישמעאל עזאזל מכפר ער מעשה עוזא ועזאלDie Schule BL Ismaeis lehrte: Asasel, der da sühnt das Werk Usa’s und Asaels.“ Die Erklärung Basehi’s, dass damit zwei böse Engel bezeichnet werden, welche zur Zeit Naama’s vom Himmel herabgekommen, stützt sich wol auf ältere Quellen. In Pirke de B. Elieser C. 32 wird von den gefallenen Engeln (nepkilim Gen. 6, 4) gesprochen המלאכים שנפדו ממקום קדושת; מן השמים, ohne dass sie namentlich erwähnt werden.1') Bei Pseudo־Jonatan zu Gen. 1. c. heissen sie ״ שמחזאי ועיזאל היגון גפירק מן שמיאSchemchasai und Usiel, die vom Himmel gefallen“ und ebenso in der midraschischen Asasel-Hagada, die in Jellinek’s Bet־ha־Mid־ rasch 4, S. 127—128 abgedruckt ist, allein in der soharistisehen Literatur (vgl. Sohar ed Cremona 46 b, 47a, Bekanate Pentateuchcommentar z. St.) kehren die Namen עזא ועזאל wieder wie auch in Debarim vabba C. 11 ירדו שני מלאכים עזא יועזאל וחמדו בנות ארצות Dieser SagenstofF ist bekanntlich in dem Buche Henocli ausführlich behandelt, aber noch nicht nach 15) ln כד הקמח (sv. 1 אבל ed. Warschau 5, a) wird ein fast gleichlautender Midrasch citirt, in welchem diese Namen Vorkommen ואמרו במדרש יכאהד השרים תפולו זה עזא ועזאל שנפלו ממקום קדושתם מן השמים שעליהם אמר הכתוב הנפילים היו בארץ. 10