Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 150)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2418846-2418847--0151-2419038- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
144 ״ ברוך שנותן ארך אפים לעוברי רצונוWer ein Mercurbild sieht, rufe aus: ״Gelobt sei, der seine Langmut gewährt auch denen, die seinen Willen übertreten,“ wo die Quelle (Tosefta Berach. c. VI) ע״ו für מרקוליס hat, Ueber das ״Werfen der Steine zu den Mercurbildern (Hermen“) geben im Anschlüsse an Aruch sv. מרקוליס bereits Bondi in Or Ester S* 129 ff. und Landau genügenden Aufschluss. — Der Vollständigkeit halber ist liier, damit von den im Talmud erwähnten Gottheiten keine übergegangen sei, noch die ebenfalls schon oft besprochene Stelle Aboda sar. 43 a anzuführen. Zu den in der Mischna Ab. sar. III, 5 erwähnten heidnischen Gerätschaften, welche wegen der auf ihnen ersichtlichen Bilder der Sonne, des Mondes oder des Drachen in’s Salzmeer geworfen werden, d. h. von jedem Gebrauche und Genüsse ausgeschlossen werden müssen, rechnet R׳. Jehuda das Bild der Menika und der Serapis ר׳יהורה מיסיףאףדמוח מניקה וסראפיס; in Tos. Ab. sar. VI, woher die bab. Gemara geschöpft, fehlt מניקה wol nur durch die Ungenauigkeit älterer Copisten. Dass es ursprüngiieh ist und auch an der LA. nichts zu ändern ist, geht daraus hervor, dass schon eine alte und freilich unrichtige sprachliche Erklärung dafür bestand מניקה על שם חוה שמנקה ״ •כל העולם כלו סראפים על שם יוסף שסר ומפיס את כל העולם כלוMenika (heisst diese Göttin) nach Ewa, die gleichsam die Säugemutter der ganzen Welt ist, Serapis nach Josef, der da beherrschte und befriedigte eine ganze Welt“ Hier beruht nur die eine Angabe, dass Serapis nach Josef den Namen führe und also eine ägyptische Gottheit sei, anf Sachkenntniss und ist insoferne, als sie den Patriarchensohn mit derselben in einen mythischen Zusammenhang bringt, interessant. Sachs (Beitr. II S. 99) bringt Parallelen für Josef ־ Serapis aus dem griechischen Schritthume, es lassen sich aber dafür, dass auf Josef ägyptische Göttermythen übertragen wurden, auch aus dem Midraschin noch andere Beweise anführen. Nach einer alten Ueberlieferung soll sich unter den Aenderungen des Pentateueh’s, die die 70 Vornahmen, auch die befunden haben, dass man für שור (Gen. 49, 6) אבוס sezte. (vgl. Mechilta ed. Friedmann p, 15 b und die Parallelst.)