Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 146)
- Language
- German
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140 wahrscheinlich gemieden, weil man die heidnischen Götternamen nicht aussprechen mochte. Ueber diesen schon in einem biblischen Geseze wurzelnden Brauch spricht sich die Halacha in bestimmter Weise aus und es kommen hiebei wiederum heidnische Götternamen zum Vorscheine. In der Tosefta Abod. sar. c. VII lautet die betreffende Sazung כל מקומות שנקראו לשבח ע״ז מכנין אות; לגנאי את שקורי; אותו פני מלך קורץ אותו פני כלב עין כוס קירין אותו עין קוץ גריא קורץ אותו גליא; für גריא haben j. Sab. 9, 2 und Abod. sar. 3, 6 גדייח und die leztere Stelle noch פני אלוה für פני מלך. In b. Ab. sar. 46 a wird dies inhaltlich wiedergegeben;היו קורץ אותה בית ו.ל י א קורי אוחו בית כרי א פגי מלך פני כלב עין כל עין קוץ und ähnlich in der jüngeren Gemara zu Temura 28 b לבית גליא קורי; אותו כיח כריא פגי המלך פני כלב עץ כל עין קוץ. Bei פני המלך ist wol zunächst an den Moloch zu denken, aber doch immer als bemerkenswert zu erachten, dass gerade die schimpfliche Bezeichnung ״Hundsgesicht“ ein Beiname des Hermes r.vvonQoguinov gewesen ist und in Haran eine weibliche Gottheit unter den Namen מרי דכלסהי verehrt wurde (vgl. Assemaui bibl. or. I ±01. 377) .עין כוס scheint eine landesübliche Bezeichnung für den Zsvg Kdotoq gewesen zu sein. Dasselbe soll auch der קציו der nabatäischen Inschriften sein (Nöldeke Ztschr. d. DMG. 19 S. 631), Für den K0Q, die von Josefus (ant. 15, <, 9) genannte Gottheit der Idumaer, scheint wol die Wortform nicht zu sprechen, da dies־־ rr±? ״Fürst Herseher•‘ gelten darf, allein es kann doch im Volksmunde daraus כוס geworden sein. Das dafür zu sezende קוץ sollte wol ״das Ekelhafte“ bedeuten. In Midr. Ps. 14 heisst es von Nabal, der Gözentempel errichtet haben soll, bild aus □גךי herausgedeutet, welcher Ort Jes. 28, 30 neben ליען, dem Standorte jenes Bildes (Richter 18, 27J genannt wird. vgl. auch 1 Sam. 25, 44. D׳es Wort □גלי wurde wol כלולים gesezt und dadurch vielleicht mit dem Anklang an das griechische uyaX/jiu, eine Bezeichnung für Gözen gewonnen. Diese wird auch in der Pesikta (ed. Buber 119 b) angewendet צהלי קולך בח גלים אמר ישעיה עד שאתם עסוקין בשירים הסירות לע״ז צהלי קולך כדברי תורה. Ob die Alten mit dem Micha-Biid hier an den himjarischen Gözen Al־Makah, den man durch Inschriften entdeckte, (Ztschr. d. DMG 17, S, 791. 19, 162 ff. 20 274 ff) gedacht haben?