Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 131)
- Language
- German
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125 der Erklärung mehr bedürfen. Diese, soweit sie noch nicht richtig erkannt siud, in ihrer ursprünglichen Lautung wieder herzustellen, soll in dem Folgenden versucht werden. Zunächst richtet sich hier der Blick auf die Wörter und Ausdrücke, welche von den Rabbinen selbst als fremdsprachlieh bezeichnet werden. Hier ist zwar, da diese W Örter bereist mit Fieiss gesammelt und mit Einsicht und reicher Sachkenntnis erklärt wurden2), nur noch geringe Nachlese zu halten, es wird aber auch durch diese die Erkenntniss zwar nicht vervollständigt, so doch einigermassen erweitert. Unter den Ausdrücken welche unter der Formel ״dort sagt man“ ״dort nennt man“ (חמל קריין, חמן אמרין) angeführt werden, lassen sich zwei bis auf ihren ersten Ursprung nachweisen. In j. Sab. g, 1 (und in den Parallelst, fremdsp. El. S. 37, zu denen noch j. Ab. sar. III, 6 gehört) bemerkt Abba b. Kahana: ולהרהון של מי רגלים (al. חמן צווחין לפעלא טבאעמלה (עמדה ״ .עמידהDort nennt man einen guten Arbeiter amala (oder amada) und den ürinabfluss amida“. Das erstere ist klar und nach der 2. LA. vielleicht mit pers. am aden facere, efficere zu vergleichen, amida ist unzweifelhaft mit s. mih, zu dem Burnouf (doetionnaire p. 507) 1ning-0 und 0^-6'w vergleicht, identisch. Derselbe Stamm erscheint im Zendischen als miz und ist in dem neupersischen amichten, michten amisiden enthalten (vgl. Vullers linguae persicae radices p. 105)— An einer anderen Stelle berichtet Abba b. Kahana (vgl. fremdspr. El. S. 05)das man dort für kheruz rufen ein Wort lepid gebrauchen חמן אמרין כרה ליה לפיד ליה. Er dachte sicherlich dabei an dasauf s. lap zurükgeführte pers. labiden, lafiden, mit dem auch lat. loqu-i etymologisch verwandt ist; auch das arablaphata stammt aus dieser Wurzel.— Dass כירה, welches dem sanskrit. heramba (dravidsch erma erumavgl. Gundert in Ztschr. d. DMG. 26 S. 519), daraus ראם geworden, eigen ist. 2 Vgl. Fremdsprachliche Redensarten und ausdrücklich als fremdsprachlieh bezeichnete Wörter in den Talmuden und Midraschim von Dr. Adolf Brüll Leipzig 1869.