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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1874-01-01 · I. (1874) · p. Seite 124

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
I. (1874)
Date
1874-01-01
Page
Seite 124 (sequence 130)
Language
German
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124 Wortes nur solche Wörter nennen, die in fertiger Gestaltung und durch directe Herübernahrae angeeignet wurden, nicht die, die nur einen etymologischen Zusammenhang mit Wortstammen anderer Sprachen bekunden und in einer früheren Periode der Sprahentwickelung mit ihnen aus einer gemein; samen Wurzel erwachsen sein können. In dieser Hinsicht wird wie bei dem Hebräischenx) auch bei dem talmudischmidraschischen Sprachidiome auf das Sanskrit zurückzugehen sein. So hängt אעש tönen mit s. vac’ huzv. ואגך neup. avasiden lat. voc־are (vgl. auch Schorr Hechaluz 8 S. 106), גהך lachen mit s. kak gr. £ayä£uj lal. cach-innus, גרס כרז rufen mit s. kru9 gr. xYigv-%0) huzv. חיוסחנן neup. churuscliiden, דגל lügen mit s. druh zend. druj (womit das deutsche Trug stammverwandt), neup. durugh, כסס kauen mit s. casch huzv. גאשיהנן neup. chaschiden (wovon ehascht cibus vgl. כיסחא im Talmud) סוי sich sehnen (Ketub. 60 b im Syr. סוי cupidus fuit) mit skr. vaq neup. chwasten, בגן, פגן schreien mit s. vac, huzv. .ואנו neup. benghiden, קיז springen (woven מקוזזי Läufer Pesikta ed. Buber 84 a wie bereits Geiger erkannt hat, syr. קיזא) mit s. khiz, khsiz huzv.;גסחנ neup. chasten, שייך schicklich sein mit s. <jac huzv. סאגך neup. ssaziden decere, שדג waschen mit s. cud huzv. שיסחנן neup. scliusten zusammen. Derartige Verwandtscliaften lassen sich sogar auch dei Adverbien nachweisen, wie z. B. בעגל ,עגילא cito aus s. akira ״bald schnell“ entstanden zu sein scheint, bei solchen etymologischen Forschungen müsste auch das Koptische in Betracht gezogen werden wie z, B. סער inspicere mit tser, אובמא schwarz mit chem chame (woraus der Name Chem, Okeanos bei Diod. I, 7 für Ägypten entstanden ist) identisch ist. Allein es müssten hiebei gerade eher die als heimisches Sprachgut geltenden Wörter untersucht werden, als die, welche notorisch fremden Kreisen entlehnt sind und bei der Enstellung, die sie durch unrichtige Aussprache oder irrige Schreibung erlitten haben, 1) Obzwar es bereits evident ist, dass die Etymologie des Hebräischen im Sanskrit wurzelt, wird dies noch immer nicht genügend gewürdigt. So wollte man in der neueren Zeit in dem Reem der Bibel das Rennthier erkennen, während doch die herkömmliche Bedeutung ״Büffel“ auch

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