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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1874-01-01 · I. (1874) · p. Seite 84

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
I. (1874)
Date
1874-01-01
Page
Seite 84 (sequence 90)
Language
German
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84 (Psalmen II S. 28) sagt: ״Aram Zoba sucht man wol mit Recht im Nordosten von Damask und der Form צובה entspricht genau צאביח der Nordostwind; allein da צנע sich in סבא verwandelt (zu Nach. 1; 10), so dürfte צובא (wie כוכב Stern) eig. den Morgenstern bedeuten, welchen inan auch in Haran verehrte (Maracid I, 202)“. In der Gesch. d. Volkes 18־ rael S. 144 sucht er es wahrscheinlich zu machen, dass es Heliopolis, die Hauptsadt Cölesyriens sei, deren König bis an das Meer und im oberen Orontesthale gebot. Stähelin nimmt (Ztschr. d• DMG. 17 S. 569) an, dass ״Zoba für eine aramaisirende Form des heb. צ.בא —Zachara 9, 8 צבה geschrieben— anzusehen und durch Heeres; oder Kriegszug zu erklären sei“, so dass Zoba, vollständiger Aram Zoba ״Aram der Kriegszüge“ bedeutet . . . Auf Wetzstein’s Karte von Hauran Derb al־Gazwat, eine Strasse der Raubzüge, die von Syrien nach Hauran führt. “ Für die Begründung der oben angegebenen Vermutung ist zunächst darauf zu achten, dass euphratesisches Gebiet eine Zeit hindurch unter der Botmässigkeit jüdischer Könige stand. War es ein traditionelles Streben, die Grenzen des jüdischen Reiches bis dahin auszudehnen (Deut. 1, 7) und enthält Ps. 60, 12 und 89, 26 eine Erinnerung daran, dass das Ziel dieses Strebens auch einigermassen erreicht wurde, so ist auch das Zeugniss der persischen Königschronik (bei Esra 5, 20), in der geschrieben stand, dass in Jerusalem einst mächtige Könige waren, die das ganze Abar-Nahara beherrschten und zu Tribut verpflichteten, nicht zu übersehen. Richter 3, 8—11 bezeugt, dass mesopotamische Fürsten ihre Eroberungszüge bis nach Palästina ausdehnten und somit Fehden mit den Völkern jener Gegenden nicht ausbleiben konnten. Wenn nun 2 Sam. 8, 3 berichtet wird, Hadadeser, der König v. Zoba habe seine Macht am Euphrat befestigen wollen31) 80 ist dabei an einen König zu denken, dessen Gebiet 31) Die LA. 1) להציב Chr. 18, 3) scheint die richtigere zu sein; להשיב

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