Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2418846-2418847--0065-2418952- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
58 II. Adiabene. Die Nachrichten, welche wir über Lage und Ausdehnung des alten Adiabene besizen, sind dürftig, ungenau und einander widersprechend. Aus Strabo XVI p. 509 erfährt man, dass mit diesem Namen ein Land im Westen von Babylon im bezeichnet ward und nach Plinius VI, 16 erstreckte sich dasselbe bis nach Sophene. Nach Steph. Byz. sv. 'Adiaßrjvri hat dieses zwischen Euphrat und Tigris gelegene Land ehemals den Namen Mecr]vr1 geführt, wonach es also das Mesene der Griechen am Ausflusse des Euphrat und des Tigris wäre dagegen berichtet Ammianus Marcellinus 23, 6, dass Adiabene früher Assyrien geheissen (Adiabene Assyria priscis temporibus vocitata) und jener Name ״das Unzugängliche“ bedeute, entsprechend der Lage dieses Landes zwischen den Flüssen Oena und Euphrat, über welche nur Schiffe dahin führten״, dann theilt er aus eigener Anschauung mit: Nos autem id didicimus, quod in his terris amnes sunt duo perpetui, quos et transivimus, Diabas et Adiabas, juncti navalibus pontibus. Ideo intelligi Adiavenam cognominatam. Herzfeld (Gesell, d. Volkes Isr. I S• 368) hat die riehtige Vermutung aufgestellt, dass mit Diavas und Adiavas der grosse und der kleine Zab gemeint, und dass Adiabene das Land bezeichne, das vom Tigris und dem grossen Zab J