Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 30)
- Language
- German
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24 dass in Semachot Manches aus den kleinen Ebeltractae Aufnähme fand30) und dieser somit älter als jenes ist. Da nun eine Elieser b Zadok angehörige Ansicht einmal als allgemeine Annahme hingestellt wird 31) so ist zu vermuten, dass die Grundlage zu diesem Tractate von ihm geschaffen wurde. Vorerst muss constatirt werden, dass das Vaterland dieses Werkes Palästina ist, denn nur dort waltete das Streben, tanaitische Traditionen zu sammeln, zu dem durch die Sammlung der Mischna der Anstoss gegeben wurde. Nur dort konnte es geboten sein, an den Kranken die Frage zu riehten, ob er etwa noch unverzehntete Feldfrucht habe, oder in dem Falle dass er Ahronide war, welche Hebe rein und welche unrein sei (I, 1.) und nur dort wurde nach dem lezten Aushauch des Verstorbenen ein Gebet gesprochen, in welchem das traurige Verliängniss als ein Act der göttlichen Gerechtigkeit dargestellt wurde (II, 2) 32), währenddem es anderwo erst vor 30) Eine Vergleichung der bereits angegebenen Parallelen zeigt, dass die Baraita's in Ebel sutarta ausführlicher sind und auch das Gepräge der Ursprünglichkeit an sich tragen. 31 s. oben S. 16. 32, Nachmaui (aa. 0. p. 33, a) giebt auf Grund dieser Baraita an: נהגו ישראל בכל מקום לומר צדוק הדי; עם יציאת נשמה חניא אץ פותחין כצדוק הדין על המת עד שתצא נפשו. Vgl. Hapardes No. 290, Kolbo 114, 2 und ausführlich Tanja No. 66, die über diesen ritualen Brauch geonäische Responsen vor sich hatten, wie z. B. das in Schaare Teschuba No. 219, chemda genusa No. 24. Derselbe war, wie aus einer Baraita (b. Berach. 18, a Semach. c. 10 והוא עומד ומצדיק עליו את הדין) zu ersehen, in Palästina geltend und in Babyloninn bekannt. In Sifra ed Weiss f. 45, a (Jalkut I, 525) wird von Ahron gesagt, er habe nach dem Tode seiner beiden Söhne ein solches Gebet gesprochen (Seb. 115, b blos שחק) und indem dasselbe auch an anderen biblischen Personen nachgewiesen wird, der Saz aufgestellt למודים צדיקים שמצריקין עליהן את הרין. Den Namen צדוק הרץ, führt auch ein beim sabbatlichen Vesper-Gottesdienste übliches Gebet, das zu Ehren des angeblich] um diese Zeit verstorbenen Moses eingsezt worden sein soll (vgl. Landshut hegjon leb S. 346; Buber zu Pesikta d. R. Kah. p. 75). Dass man von dem Brauche, nach dem Verscheiden des Todten seiner Stirnmung diesen Ausdruck zu geben, in Babylonien nichts wusste, bezeugt der Gaon Hai (in einem Resp. bei JG. 59 ThA. 33, a) ל יבא מידם דמי חמר בבבל וקרי ליה צדוק הדין. vgl. übrigens auch Aruchsv. ברך.