Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 9)
- Language
- German
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3 sind aber wol erst später in die Oeffentlichkeit gekommen und auch dann als Schriften zweifelhaften Ursprungs grösstentheils gänzlich ignorirt worden. Dagegen, dass die kleinen Tractate alle einer Zeit angehören, spricht der Umstand, dass manchesmal zwei eines und dasselbe zum Inhalte hatten und zwar der zweite da nur eine Erweiterung und Ueberarbeitung des ersten bildete. So ist, wie sich im Verlaufe dieser Abhandlung zeigen wird, Ebel rabbati auf Grundlage einer älteren Baraita über Trauerbräuche und Soferim durch eine Bereicherung des Tractates Sefer Tora entstanden. Handschriftliche Funde der neueren Zeit lehren, dass auch von Kallah verschiedene Recensionen verhanden waren und so mag es auch bei den anderen der Fall gewesen sein. Für diese Baraitas gab es ursprünglich weder bezieht sich wol auf die 82 ״Ordnungen1‘ (Sedarim^ des 3. 4. und 5. B. M. nach der massoretischen Eintheilung, wobei, da für Num. 1—5. in diesen Büchern keine Auslegung vorhanden ist, auf die Einer keine Rücksicht zu nehmen war. In Bam. rab. c. 18. lautet diese Stelle mit Anknüpfung an Jes. 3, 3. שר המשים כ״ד ספרים הוסיף עליהם י״א מן הרי עשר חוץ מן יזנה שהוא ספר בפני עצמו וששה סדרים וט' פרקים בתורת כהנים הרי נ׳, ששים המה מלכות ם׳ מסכתות, ושמנים פלגשים פ׳ בתי מדיישוח שהיו בירושלים כנגד פתחיה ועלמות אין מספר ט!ש נ ה החיצונה (vgl auch TanchumaKorach c. 18. in den Ausgaben zum Theil corrumpirt). Für die 80״ Abschnitte von Torat Kohanim“, hat der Autor dieser Stelle, der nur eine Eintheilung des Sifra in 9 Capitel kannte, 80 Lehrhäuser von Jerusalem ״entsprechend dessen Thoren“ gesezt. Die Hagada kennt wol 480 Synagogen dieser Stadt (j. Meg. 3. 1; ib. Ketubot 13, 1. Echa-Midrasch, Petichta No. 14, ib. 2, 5.) und die Thore Jerusalems sollen dereinst 144 werden (Midr. Schocher tob 48, Jalkut II, 755 vgl. b. bab bat. 75, b. Jalkut II, 568, Elia-Buch in Jellinek’s Bet-ha-Midrasch III, S. 74, Aruch sv. טטפראות), von 80 Thoren und 80 Lehrhäuseren ist aber sonst nirgends die Rede; vermutlich ist hier פחחיה in פ׳ ח״ח zu emendiren, deun 80 Schüler werden gewöhnlich den Duumviren der zweiten Tempelperiode zugeschrieben, so Menachem(j. Chag 2, 2, b. ib. 16, b.) und so Hillel (b. Succa 7, a, Ab. di r. Nat. c. 14. j* Nedar. 5, 6.). In späteren Anführnngen erscheinen die Worte פ' בתי כנסיות in פ' מדרשות und תמנין ספרי אגדתא geändert (vgl. Abraham Wilna Einl. zur Genesis-Hagada und danach David Lurja z. St.). Für die Baraitas, worunter in diesen beiden Stellen nur die Tosifta’s gemeint sind, gab es keine Zahl wie für die anderen Bücher. Die erstangeführte Stelle war Scherira be- 1*