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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1866-03-01 · Heft 6 (März 1866) · p. Seite 450

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
II. Band (1865-1866)
Issue
Heft 6 (März 1866)
Date
1866-03-01
Page
Seite 450 (sequence 50)
Language
German
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450 Jllustr. Monatsh. für die ges. Interessen des Judenthums. 6l86ap1to 6a elrea eenio inllla üorlnl per 1e eontrldn^lonl olie 60rrl8p0ii6on0 oltre a gnello linporia 11 eoii8nni0 elie 80N0 olill- Z'Lti 3. lar per II loro naantenlniento. 8i rlüette aneo 11011 per eo8a iuäiü'ei'eiite nn 68pnl8lone 6a 1111 8taio 61 trenta nillla per8one 6 pIn, ina ella e sin a6 ora 1n- 68oradi1e nel 8110 proponlnienio. Der 1a verlia vl 80110 8tai1 inoltl 61 eoloro elie nelle eireoLtan^e 81 80Q0 pal68at1 aEe^lonail a' 8U01 neniiel. Na varl 8Lre55err0 61 8ent1inento elie p1utto8to elis lar ea6er 1111 8l Aran6e ea8ti§0 80pra tnttl I0886 8t.ato plü opportun0 61 lar 86iit1r 1a pena a guelll elis etlettivaniente 80no rei." Am 2. Jan. 1745 berichtete neuerdings der venetianische Gesandte, daß die Gesandten Englands und Hollands sich zu Gunsten der böhmischen Juden bei der Kaiserin verwendeten und für die Rücknahme der wider sie ergangenen Edicte baten, prole^anclo elis elo potredlie eausare Hnalelie 860ne6r1o anelie nel loro eoinnierelo. Man fürchtete also, daß die Lahmlegung des jüdischen Handels eine schlechte Wirkung auf den Handel im allgemeinen, die man selbst in England und Holland fühlen würde, ausüben werde. Auch der dänische Gesandte verwendete sich in gleicher Richtung. *) Am 7. Mai 1795 berichtete der österreichische Gesandte in Holland, Baron Reischach, über diesen Gegenstand, dem der Grund der Ausweisung ebenfalls unbekannt war. Aus demselben entnehmen wir, daß die holländische Regierung der Befürchtung Ausdruck gab, die in Oesterreich lebenden Protestanten könnten einem ähnlichen Geschick entgegengehen. Und allerdings ist diese Besorgniß nicht unbegründet gewesen, denn hat einmal in einem Staat der Neligionsfanatismus die Zügel der Negierung ergriffen, ist der Nechtsstandpunkt aufgegeben, dann gibt es keine Grenze. Haben wir es doch selbst in neuester Zeit gesehen, daß, wo das Princip der Religionsfreiheit nicht zum Durchbruch, gekommen und der Rechtsstaat nicht betont ward, in katholischen Ländern Protestanten und Juden und in protestantischen Ländern Juden und Katholiken in ihren Rechten verkürzt wurden (vgl. Tirol). Der betreffende Wortlaut der Depesche ist: „Die allhiestge Judenschaft hat auch vernahmen, das sowohl die böhmischen als die mährischen Juden auf ihnen angesetzten terinlno des letzten nächstkommenden Monats 6nn11 gedachte Länder räumen sollen, abermalen unter heithigem 6ato bey denen Generalstaaten eine Bittschrift eingegeben, damit selbe *) Abraham Trebitsch berichtet, wie schon angeführt, in dem bereits citirten Werkchen: „Ivorotk ti-MUin", daß sich die böhmischen und mährischen Juden an ihre Glaubensbrüder in Holland, England, Rom, in der Türkei und in Polen wendeten mit dem Ersuchen, die Intervention der fremden Mächte herbeizuführen. Wie wir aus obiger Darstellung sehen, haben die Juden in den genannten Ländern allerdings nicht die Hände in den Schos gelegt, Der Papst intervenirte jedoch nicht, wie Adam Wolf meint. bey seiner k. Majest. um erhaltung einiger gnad für besagte Juden Interee^ren möchten, wie nun selbe mich auch angegangen, auf das ich deren ansuchen bei seiner königl. M. allerunterthänigst unterstützen möchte, so beschränkte mich, denen dessentwegen bey mir sich eingefundene Juden zu bedeithen, wie wir zwahr die Ursachen, warum seine königl Maj. aus obiger Entscheidung allergnädigst beharren, ohnbekannt seien. Jedoch gänzlich überwießen sei, das allerhöchst Dieselben ohne die wichtigsten Bewegursachen hierzu niemahlen wurde geschritten seien. Da deroselben ae^inta8 und allerhöchst elenien? Niemanden ohnbekannt scyn könne. Inzwischen werde jedoch nicht ermangeln das an mich gebrachte seiner königl. Maj. allergnädigst zu hinterbringen. Ville wollen alhier obige allergnädigste Verordnung für einen Neligionseyffer ausdeuthen und daraus eine jedoch ganz ohngegründete Folge ziehen, das zu befürchten seye, das mit der Zeit die Protestantischen in den königl. Landen eingesessenen Unterthanen auch Bekrenkhungen zu erwarten haben möchten, welchen aber mit Grund zu begegnen so oft sich die Gelegenheit pr68ent1ri, nicht schwehr fallend. Inzwischen haben mir die Minister bezeiget, daß man allhier sehr gehrn sehen würde, wenn seine königl. Maj. gefallen möchte den csua68t1on1rien Juden einige gnade angedeihen zu lassen." Eine Depesche vom 5. Juny 1745 des Nicolo Erizzo an den Senat berichtet über die Beziehungen Maria Theresia's zur Pforte und die Instruction an den dortigen Minister. In dieser Depesche finden wir Folgendes über unfern Gegenstand: „17oii I10 per altro potuio rllevare 86 6011 cpi68ta 06oa8loii6 8la8l al precletto N1nmtro 6ato ipialelie Inoarleo Intorno alle iiote preinure avansato 6a11a Dorta a 1avore 6eZ11 lldrel 61 Loeinla 6 61 Noravla, ina 86 11 60N86AN0 11011 6 8tato 6Hfer61lt6 6a ^nello 8l e tennto eon (sN68t1 N1nl8tr1 ^.nAlolan61 nlente All 8ara 8tato nel pro- P08lt0 60N66880. ^.vevano 16 potente maritime latte eltioaemmme rappr686nta2lon1 6 8l erano vall- 6ani6iite InterpOLte anelie eon oAAettl 6el proprio eomerelo, aeelo 8l i'6vooa886 11 6eereto elie xr686r1veva 1a loro 68pul8ion6, ma 1a Ite^lna non poten6o tolerare elie vole886 gnei Drlnelpl pren6er parte ln nn atlare clil 6l1a rlAoar6ava nnieamente per 6o- M68tl60 ei Interno re8l8tea 6on rlAore alle replloate miaute ora l'aver 1 propril 8u6- 61t1 68p08to 11 6ami0 elie loro rlZultaredde 6e tal allontaiiaiiiento l'lia ünalmeiite 8eliden non 86nsa niolta taitlea, Inckotta eon 1'anne88a 6e111>6ra2lon6 a 808pen6erl0 per ora pr6ii6en6o appunio per niotlvo l'lntere886 6e' 8uo1va8a11i. 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