Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- II. Band (1865-1866)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Judenfrage in Ungarn. 301 die fernere Belastung in ihrer bisherigen Stellung tatsächlich und mit vielem Nachdruck petitionirt haben. Diese allerdings etwas sonoerbare Manifestation ging aber von keinem unbedeutenden Bruchtheil, sondern vom eigentlichen Kern der Judenheit, von der sogenannten konservativen Partei derselben aus. Diese dürften doch die eigenen Verhältnisse und Bedürfnisse am besten kennen; wozu ihnen also eine Emancipation octroyiren, aufdrüngen? i. Die Juden huldigen dem Geiste des starrsten Separatismus. Die Gesammtbestrebungen derselben gehen dahin, von der christlichen Außenwelt möglichst isolirt zu bleiben. Schon ihre antiquirten, von orientalischer Anschauungsweise dictirten Speisegesetze behindern dieselben, mit den Angehörigen anderer Culte in nähere, vertraulichere Berührung zu treten. Die Juden mögen vor allem all den orientalischen Verkehrtheiten Valet sagen und sich in ihrem ganzen Wesen europäisiren. j. Die Juden haben kein festes Nationalbewußtsein. Nach dem Wind den Mantel drehend, wollen sie allenthalben politisch in jenem Volk aufgehen, in dessen Mitte sie Aufenthalt genommen. In Frankreich wollen sie Franzosen, in England Engländer, in Deutschland Deutsche und in Ungarn Ungarn sein. Solche unselbständige Naturen sind zum Genuß der bürgerlichen Reckte noch nicht sonderlich reif. Ich bin für den Augenblick des leidigen Copirens aus meinem Notizbüchlein herzlich müde. Sie sehen, ich sende Ihnen diesmal keine müssigen Reflexionen; Sie erhalten vielmehr ein herrliches Sündenregister. Am interessantesten bei dieser Sache dürfte der Umstand sein, daß diese sammt und sonders — Jud ensü nd en sind. In meinem nächsten Briese folgt die Fortsetzung. . . . Dreizehnter Brief. Bihar, 29. Sept. 1865- Also, ich gehe daran, Ihnen die zweite, nicht minder interessante Hälfte jener Sündenliste zu übermitteln, die von unserer Tagespreise mit inquisitorischer Aengstlichkeit zusammengestellt wurde, um selbe bei günstiger Gelegenheit als wirksame Waffe gegen die Juden mit Erfolg gebrauchen zu können. Es ist dies gewiß ein verdienstliches Stück Arbeit von seiten unserer über das Wohl des Vaterlandes unablässig wachenden heimatlichen Journalistik. Es will mich jedoch bedrucken, es wäre angemessen, dieses Sündenverzeichniß einer genauen Revision zu unterziehen. Versuchen wir dies; vielleicht wäre dann eine mildere Auffassung der Sache nicht unmöglich. Doch vor allem die Fortsetzung! Die Juden sind dem größten Theil nach Kleinhändler, Schacherer, Hausirer. Sie betreiben zumeist Geschäfte, die ihrer Natur gemäß auf solider Basis nicht beruhen, nicht beruhen können. Beschäftigungen wie die ebenerwähnten vermögen blos bei empfindlicher Uebervortheilung anderer ihren Herrn zu ernähren. Die Inklination zum Wucher scheint mit jedem Judenkind in erneuter Kraft zur Welt zu kommen. Schwere Arbeiten und Professionen, die eine Anstrengung, einen Aufwand physischer Kräfte erheischen, vermeiden sie sorgfältig. I. Die Juden werfen sich mit Ungestüm auf jedes Gebiet menschlichen Strebens und Ringens. Handel, Industrie und Oekonomie — fast alles ist bereits in ihre Hände, übergegangen. Eine beispiellose Rührigkeit bekunden sie namentlich in neuerer Zeit in der Bildung von Ackerballvereinen, Handwerksvereinen u. dergl., wodurch sie nichts Geringeres anstreben als die völlige Ueberflügelung lind Verdrängung ihrer christlichen Mitconcurrenten auf diesen Gebieten. Gewerbe, die bis vor kurzem nur selten von Juden betrieben wurden, befinden sich nunmehr fast ausschließlich in deren Besitz, was umso bedauernswerther ist, als diese in der Regel die rentabelsten, lukrativsten sind. in. Die Juden bilden keine einheitliche, scharfausgeprägte, auf sicherm Gleis sich bewegende religiöse Körperschaft. Sie sind unter sich selbst gründlich zer-