Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- II. Band (1865-1866)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1865)
- Date
- 1865-12-01
- Page
- Seite 223 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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223 ZLuniiri Isäidrs Ua-Ladvalaü. — Gebete und Gesänge rc. folgendem Grunde: nndrn wil-n kommt nicht nur, wie angegeben Ex. 29, 39 vor, sondern auch Lev. 14, 12. Wenn aber die Lim. und die Llp. diese Stellen hervorhebt, so bezieht sich dies nicht auf die in Rede stehenden Wörter, sondern auf die ganze Satzform und der Herr Verfasser fragt: Warum ist ->728, Koh. 1,2, und,nr^p77 i,:8, 12, 5 (8), nicht angegeben? Vielleicht hat man in letzterer Stelle nrnp 77-7728 wie 7, 28 gelesen, dann müßte freilich dies in die betreffende Rubrik kommen, aber Keri und Ketib sind in der That unvollständig. Oder aber stand wirklich in der Handschrift so. In Ez. 20, 29 kann man v-82 gelesen haben. Nr. 2l. Ein alphabetisches Verzeichniß von Wörtern, die nur einmal mit Kamez Vorkommen. Die LIl. hat hier ein unvollständiges Verzeichniß, weil es den fehlerhaften Zusatz 8op7I hat. Ausfallend, sagt Herr Frensdorfs ist's aber jedenfalls, daß bei unserm Artikel nicht angegeben ist: Dilug, d. h., daß er ein unvollständig alphabetisches Verzeichniß ist, da die Buchstaben 7 und u fehlen. Indessen ist eigentlich auch für zu verwenden und p878 für 7, da das vorhergehende 8 ein praeöxum ist. Das mag auch die Ursache sein daß 8:^7 nn-' vor n und nicht vor ' steht. Der Verfasser mag das für ein krseüxum genommen haben, weil alle Namen 1 CH. 23, 10 eine Bedeutung involviren. Die Frage, ob Jakob ben Chajim bei der von ihm edirten Masora das Buch Oellla LVoebla, wie Levita meint, benutzt habe oder nicht, wird vom Herrn Frensdorfs in dem Artikel „Zum Verständniß", §. 7 bejaht. Er scheint sich Z. 8 zu widersprechen, welches ihm auch vorgehalten wurde; es scheint aber nur so, denn hier wird aus dem Umstande, daß unser Buch 56 Artikel enthält, die in der gedruckten Masora gar nicht Vorkommen, daß selbst in den Artikeln, welche diese scheinbar nach jenem anführt, sehr viele Lücken sich finden u. s. w., nur geschlossen, daß unser Buch der Masora nur lückenhaft Vorgelegen. So ist auch Nr. 216 im Vergleich mit Nr. 46 zu verstehen. Wir scheiden vom Verfasser mit dem Gefühl tiefer Verehrung für seinen eisernen Fleiß und seine Weihe, die er als Forscher und Gelehrter hat. Wir haben nunmehr das Mechanische der Masora, möge er bald Leben und Geist in dieselbe legen. Welche Fundgrube ist das i"8 für Exegese und Lexikographie. Wir haben den Körper, möge er ihm eine Seele einhauchen. Die Hagadisten oder Darschanim haben häufig die masoretischen Stellen für die Kanzel benutzt und ihre Moral daran geknüpft; man wird oft von dem Witz derselben elektrisirt. Aber wir wollen weder in der Halacha noch in der Hagada Witzeleien. Möge Herr Frensdorfs bald das i"8 im Licht der Wissenschaft behandeln, er ist der Mann dazu. vr. M. Tuschak. Kritische Anzeigen. 2^122 12 7172p ^-227 2'71'2 222 Vin 7112)221 2^-2 2282 -^l"» 2712LP71 2^2271 772 8—22212 2^7122 12N8 °28 7l"722 1222277 2-827 21-271 222 ^2222 7l"l2 22271 7 2-71 ">2 .27227-8- 7l"7727 2iunim leäldre ku-k udduluk, wo mehr als dreihundert rabbinische Gesetze und Folgerungen gezeigt werden, auf die durch den Zahlenwerth der Schriftsteller hingewiesen wird, mit einigen Anmerkungen zur Erläuterung verfaßt von Ahron Sohn Mordechai Ber's Kornfeld. Prag, Ehrmann, 1865. 68 S. Der greise Verfasser dieses Buches ist einer der würdigsten und hervorragendsten Talmudgelehrten der altrabbinischen Schule, ein Mann, der mit der Lehrrichtung der Alten, die er sich in besonderm Maße angeeignet hat, auch ihre Tugenden und edeln Gesinnungen geerbt hat. Er gehört nicht zu jenen verblendeten, starren Rabulisten, die sich nur deshalb im Besitz besonderer Talmudgelehrsamkeit wähnen, weil ihnen andere Bildung abgeht, oder zu denen, die, von Ostentations- und Oppositionsgelüsten getrie-