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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-12-01 · Heft 3 (Dezember 1865) · p. Seite 222

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
II. Band (1865-1866)
Issue
Heft 3 (Dezember 1865)
Date
1865-12-01
Page
Seite 222 (sequence 62)
Language
German
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222 Jllustr. Monatsh. für die ges. kannt. Jedenfalls enthält dieses Werk eine Masse von masoretischen Angaben, die in andern Masorawerken fehlen, während von den Masoraangaben dieser Werke in jenem keine fehlt. Der Verfasser weist auch in seinen Nachweisungen und Bemerkungen nach, daß die gedruckte Masora an Zusätzen und Auslassungen leidet und voll von Verstümmelungen und Misverständnissen ist. Eine besondere Ausbeute liefert das Werk in Betreff der Keri und Ketib. Die Summen sind abweichend. Die Summe der Keri in der ganzen Bibel ist: 1) insäit. veneta seeuncka 1171; 2) eckit plant. 793; 3) in bi bl. r6M8 983; 4) bei Elias Levita 848. In diesem Werk sind eine Unmasse von Keri wenn auch unter verschieden lautende Rubriken vertheilt. Dieses vortreffliche Werk war feit 3 Jahrhunderten unsichtbar; man glaubte, es sei verschwunden. Herr Frensdorfs erfuhr aber durch Herrn B. Goldberg in Paris, daß es sich unter den Handschriften der dortigen kaiserlichen Bibliothek vorfinde, worauf er sich im Juli 1862 nach Paris begab, das einzig vorhandene Manuskript abschrieb und dasselbe später bearbeitete, indem er eine jede masoretische Ueberschrift zum leichtern Verständniß mit einer Uebersetzung und jedes Schlagwort mit Vocalen versah, die angeführten Schriftstellen nach Büchern, Kapiteln und Versen verzeichnete und mannichfache Stellen, welche in der Handschrift nicht gehörig abgetheilt waren, durch eine, anschaulichere Darstellung klarer zu machen versuchte. Dieses herrliche Werk ist mit gelehrten Bemerkungen versehen, welche von dem eingehenden und kritischen Studium des Verfassers zeugen, und wodurch er sich großen Dank von den Freunden der Masora erworben. Das Buch enthält 374 wichtige masoretische Angaben, welche vom Verfasser mit den entsprechenden in der gedruckten Masora verglichen werden. Nach den 374 Nummern folgen die 24 in der pariser Handschrift enthaltenen Artikel. In diesen kommen solche masoretische Bemerkungen vor, welche in jenen fehlen; sie betreffen Wörter, die sich nach einer gewissen Anzahl in der Heiligen Interessen des Judenthums. Schrift befinden, woraus einleuchtet, daß sie nicht zu dem Werk selbst gehören. Möglich, daß mau sie in dem Buche nachtrug, umseine Vollständigkeit zu vermehren. Herr vr. Frensdorfs schickt seinem Buche zwei Vorworte in hebräischer und deutscher Sprache voraus. In diesem spricht er über die Beschaffenheit des von ihm benutzten Manuskriptes, über seine eigene Tendenz und Absicht, in jenem über die Bedeutung der Masora und des vorliegenden Buches, welches nach seinem Anfänge bn heißt. Werthvoll sind die beiden größern Artikel: Zum'Verständniß, in welchen "auch die Masoreten-Formeln und Sätze erläutert werden und der hohe wissenschaftliche Werth dieses Buches nachgewiesen wird. Am Schluß wird alsdann noch eine Zusammenstellung und Erklärung der in masoretischen Werken üblichen Ausdrücke und Abkürzungen, soweit sie in dem Buche i'k Vorkommen, gegeben. Unschätzbar find die Nachweise und Bemerkungen zu den einzelnen Angaben. Eine jede einzelne Nummer des Buches wird kritisch beleuchtet, und mit den Parallelstellen verglichen in der, in den rabbinischen Bibeln eck. Bömberg und Buxtorf, gedruckten Masora, und in den beiden Bibelhandfchriften, von denen die eine, in der Hamburger Stadtbibliothek, nach Frensdorff's Vermuthung von Simon dem Punktator corrigirt ist und die andere von 1294 vielfach von Heidenheim benutzt wurde. Jede Differenz wird eingehend und genau angegeben, verglichen und geprüft, fodaß man der Gelehrsamkeit und dem gefundenUrtheile des Herrn Frensdorfs die Bewunderung nicht versagen kann. Wir verweisen den Leser auf die Arbeit selbst. „Wer den Herrn Frensdorfs will verstehen, muß in Herrn Frensdorfs Lande gehen." Beispielsweise erwähnen wir hier Nr. 3: Ein unvollständig alphabetisches Verzeichniß von zweimal vorkommenden Wörterpaaren, von denen das erste ohne Uv und das zweite mit Us vorkommt. M. I. e. hat unter Ue noch eine Stelle mehr als unser B., nämlich u. s. w. Doch gehört dies nicht hierher; es ist ein irrthümlicher Zusatz, und zwar aus

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