Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- II. Band (1865-1866)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1865)
- Date
- 1865-12-01
- Page
- Seite 184 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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184 Jllustr. MonaLZH. für die ges. Interessen des Judenthums. BW NMM MKL MM URL auch mit den ersteil 13 Abschnitten von dessen Biographie. Im Jahre 1810 trennte sich der Vater Chiskia von seiner Schwester — sie hatten früher in einem Hause gewohnt — mn das Haus, das er 1803 am Ende der Stadt gebarit hatte, zu beziehen. Doch blieb er mit ihr in Compagnie. Dort blieb nun Samuel David, bis er nach Padua kam. Es war ein kleines Häuschen mit freier, freundlicher Aussicht, und genoß dasselbe die Wohlthat der Morgensonne. Seine Zweifel an Gott verscheuchte deren Strahl. Umher lagen Felder und Weinberge. Die Nachbarn waren arme Leute. Von hier ging Samuel David täglich nach der Stadt in die Synagoge und um zu studiren. So - . hatte er Stadt- und Landleben zugleich. Chiskia hielt nicht viel ans Kleidung, und wenn der junge Samuel danach verlangte, verwies er ihn auf die Soharstelle: „Wenn der böse Trieb den Menschen beherrscht, so bildet er sich ihn und schmückt ihn mit Kleidern." Oft wurde der arme Samuel seiner armseligeil Kleidung wegen sogar zum Gespött. Doch er ertrug dies gern. Eine Kindererzählung, die er las, veranlaßte ihn einmal, aus dem väterlicheil Hause zu entfliehen, wobei er das Buch über die Pflichteil von Francesco Soave mit sich nahm. Denen, die ihn trafen, sagte er, er gehe aufs Feld; doch als man ihn fragte, ob sein Vater da sei, antwortete er mit nein. Endlich bewog inan ihn zur Rückkehr