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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 68

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
II. Band (1865-1866)
Issue
Heft 1 (Oktober 1865)
Date
1865-10-01
Page
Seite 68 (sequence 73)
Language
German
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68 Jllustr. Monatsh. für die ges. als sein ebenbetrachteter Vorgänger, als er einmal die Religion ganz aus dem Spiel läßt und seine Angelegenheit in socialer Beziehung behandelt, zweitens zu einem sehr freisinnigen Resultat gelangt, dessen Zusammenhang mit den Gesammtanschauungen des Verfassers freilich nur der etwas Tieferblickende aufzufinden vermag. Der Verfasser verlangt schließlich: — „man gestatte ohne alle Beschränkung die Ehe zwischen Juden und Christen." Sollte man es wol für möglich halten, daß ein so freisinniger Kopf, der die Mischehe zwischen Juden und Christen ohne alle Beschränkung eingeführt zu sehen wünscht, voll ist von Vorurtheilen und Albernheiten, die man schon längst als ein Altweibergewäsch in den großen Papierkorb der Weltgeschichte geworfen glaubte? — und doch ist dem so. „Vermählung ist — nach des Verfassers Ansicht — das einzige Mittel, das Speciftcum gegen — Verjudung." Ja, aber was ist denn „Verjudung"? fragt der erstaunte Leser; davon habe ich, soviel ich mich erinnere, noch nie etwas gehört! — Verjudung, theuerer Leser — antworten wir dir — ist gar nichts, ein Begriff, dem kein Ding in der Welt entspricht; sie existirt aber doch als Gefahr, und zwar in dem Kopfe unsers Verfassers. Er fürchtet nämlich, der ganze christliche Staat werde jüdisch oder, nach seinem Wort, verjudet werden, und da seine Furcht sich nicht auf das Gebiet der Religion erstreckt, so sind wir schuldig, dir zu erklären, was er sich eigentlich unter der Gefahr der Verjudung vorstellt. Der Verfasser vindicirt den Juden nämlich vor allem einige höchst löbliche Eigenschaften, die aber nicht abgelegt werden können wie Unarten, die man aus Mangel an guter Erziehung angenommen; nein, sie liegen im Blut des Juden, sie basiren auf der nationalen Unveränderlichkeit. Wir bitten dies Moment wohl im Auge zu behalten. Der Jude ist der Liebe nicht fähig, deshalb kennnt er auch kein eigentliches Familienleben; er hat nur Liebe zu Interessen des Judenthums. Einem Gegenstände, zum Geld. Die Geldsucht ist jüdischen Ursprungs. Die angestammte Geldsucht, die also im Blut des Juden liegt, hat sich im Lauf der Zeiten noch verschlimmert. Ursprünglich war es eigentlich nur Geldliebe, nach und nach hat sie sich zur Geldsucht, zur Leidenschaft gesteigert. Das ist der Hauptfehler der Juden, und dieser kann, da er im Blut liegt, nie aufhören, und er ist die Wegscheide zwischen Judenthum und Christenthum im*reinmenschlichen Sinne. Der Jude versteht nicht zu leben, er versteht es nicht, sich elegant zu kleiden, er kann nicht gehen, er kann nicht ordentlich essen und trinken. Er kann auch nicht ordentlich sprechen, er versteht nicht zu loben noch zu tadeln, er hat zwar Witz und Scharfsinn, aber keinen Humor, denn zum Humor gehört Liebe, lind der Jude ist der Liebe nicht fähig. Der Jude hat keinen Geschmack und eine geringe Productionskraft. Der Jude besitzt viel Geist, aber wenig Verstand, noch weniger Urtheilskraft. „Unsere Leute", meint der Verfasser, sind geschickt, geschickte Schach- und Schauspieler, geschickte Musiker, geschickte Schriftsteller, besonders als Journalisten, der Jude hat Talent, aber kein Genie. Die Urtheilskraft des Juden ist unbedeutend, der simpelste Christ überragt ihn darin. Dem Wesen des Judeü — im großen und ganzen — fehlt die Liebe. Daher kann es der Jude wol zum Virtuosen, aber nicht zum Künstler; zum Sprecher, nicht zum Redner; zum Komödianten, nicht zum Schauspieler; zum Reimer, aber tncht zum Dichter bringen; denn dazu gehört Liebe; aber der Jude liebt nicht; er kann nicht mehr weinen, er ist nicht mehr der Liebe fähig. Die Liebe zu seiner Familie verhält sich zur wirklichen Liebe wie Papiergeld zu klingender Münze. Die Jüdin steht bei unserm Verfasser etwas höher in der Gnade. Diese ist wahrer Liebe fähig, aber weit mehr sür den Christen als für den Mann ihres Stammes. Der Liebe unfähig, hat der Jude

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