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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-10-01 · Heft 1 (Oktober 1865) · p. Seite 55

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
II. Band (1865-1866)
Issue
Heft 1 (Oktober 1865)
Date
1865-10-01
Page
Seite 55 (sequence 60)
Language
German
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Der Messias glaube. 55 Judas selbst willen, tvo die sittliche > Reichen Juda und Israel sogar die Wie- Verderbniß des Königs und Volks! dervereinigung, die nie erfolgt ist. Sogar eine solche Züchtigung verdiente und die Huldigungen anderer Völker in Kap. das böse Gewissen die Strafe Gottes I I, 10 sind nicht nothwendig messianisch darin erkannte und das Schlimmste zu deuten, sondern als ein friedliches Zusammenwohnen befürchten ließ, und zweitens um Israels willen, wo der sittliche und religiöse Verfall so weit gediehen war, daß das . Zehnstämmereich, religiös vereint mit den Heiden und ihremGötzendienst, nunmehr auch sich mit den Heiden zur Vernichtung der Bruderstämme und ihres Reichs politisch verbindet. In Kap. 5, 25 und 6, 11 kündigt deshalb der Prophet diese Kriegszüge als im Namen Gottes unternommen an. Aber ebenso verkündigt er auch im Namen Gottes den ewigen Fortbestand des Judenthums und seiner treuen Bekenner und thut dies in dem bekannten Bild von der „Jungfrau", die schwanger werden und einen Sohn gebären werde u.s.w. (7, 14 fg.). WirFverden erkennen, daß der Prophet hier auf die bevorstehende Geburt Chiskijah's hindeutet, die er 9, 5 als bereits vollendet schildert, wie er 11,1 Chiskijah als einen Heranwachsenden Jüngling schildert- An ihn knüpft v„zw^c>.d- Ständer Prophet dre Weis- Gautbicr. sagungen einer besvon Emil fern Zeit. Der Prophet bewegt sich hier i Daß da von einem -n fortwährend auf dem Boden des Heiligen dem gewöhnlichen Sinne nicht dl Landes und im beschränkten Kreise seines sein kann, ist zu natürlich und Volks. Er weissagt dein bekriegenden selbstverständlich. Aram den Untergang und den getrennten! Wir wollen unsere Behauptung nä- Jsraels mit ihnen zu verstehen im Gegensatz zur Bekriegung durch dieselben, denen Israel zur Zeit der Weissagung ausgesetzt war. DieStellen inessianisch zu deuten, dazu liegt, wennüberhaupt, nur eine Veranlassung in der idealen Schilderung der Zustände, die sich aber, wie gesagt, nicht über den Kreis Israels hinaus bewegen. Es ist auch nicht die ferne Zukunft, wovon der Prophet redet, sondern die allernächste, die er im Auge hat zur Zeit, als Israel seine Selbständigkeit noch nicht verloren hatte, nicht einmal das Zehnstämmereich, und als die Davidische Dyna-- stie noch lange auf dem Throne Judas saß. Es ist nichts als eine trostreiche Aufmunterung und Verheißung für den bedrängten und geängstigten König Achas, die sich schon unter seinem Sohne und Nachfolger erfüllen sollte, aber am allerwenigsten in der geschilderten Idealität Lind Vollständigkeit, weder für Juda noch Israel, erfüllt hat. in die Rede ganz

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