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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-08-01 · Heft 5 (August 1865) · p. Seite 411

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
I. Band (1865)
Issue
Heft 5 (August 1865)
Date
1865-08-01
Page
Seite 411 (sequence 67)
Language
German
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Das synagogale Gebet. 411 im Sidur des R. Ammin nach allen Opfergebeten. Die Stelle: „Heil uns! wie gut ist unser Theil und wie lieblich unser Los, und wie schön unser Erbe! Heil uns! die wir früh und spät, morgens und abends, au jeglichem Tag aussprechen: Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig", erhielt beim Volk iin Laufe der Zeit die Benennung: „Kleine Schema-Lection"; die Gelehrten nannten dieselbe „Schema-Lection R. Jehuda's des Patriarchen". Letzterer beschränkte seine Schema-Lection, um seine talmudischen Vorlesungen nicht zu unterbrechen, auf den ersten Vers, dessen Recitirung von manchen Schriftgelehrten für allein biblisch geboten angesehen wurde. Diese kurze, aber rechtzeitig recitirte Schema-Lection schien nun auch R. Jehuda dem Frommen genügend; er bediente sich derselben in früher Morgenstunde, ohne jedoch die Gemeinde in ihren: Gebrauch, Piutim zu beten und das große Schema zur Unzeit zu beten, zu stören. Das 77778 877i findet sich im Talmud Hieros. und ausführlich im Jalkut Z. 836, wo der Prophet Elias über die mächtige Wirkung dieses Gebets so viele Wunderdinge erzählt. Weiler folgen Lesestücke aus der Thora, Mischna, Talmud, die täglichen Opfer betreffend, zum Andenken an die täglichen Opfer, welche im Tempel dargebracht wurden. Nach dem Sidur des R. Amram wird vor den Opfergebeten zum Andenken an den Segen, welchen die Priester vor dem Opfern im Tempel ertheilten, der Priestersegeu recitirt. Auch unterlassen es einige nicht, die ganze, im Tempel stattgefundcne Ordnung des Priesterdienstes zu nennen. In unfern Gebetbüchern befindet sich die Erwähnung der Mussafopfer für Sabbat und Neumond, wogegen aber protestirt wird, weil dies nicht ordnungsgemäß ist, da doch die Mussafim später geopfert wurden, und weil diese Abschnitte ja ohnehin ans der Thora vorgelesen wurden. z27p2 und die dreizehn Jnterpretationsregeln beschließen den ersten Theil des Morgengebets und sollen zugleich der Pflicht des Studiums im Gesetze genügen. Die zweite Abtheilung der Morgengebete beginnt mit dem schönen Lobliede 128-2 zii2, welches auch bei der Installation des Resch Geluta von der Jugend im Chor so gesungen ward, daß der Chor den Vortragenden mit 8771 ^712 im Anfang jeder einzelnen Benediction und mit 7:2-2 -5112 am Ende derselben begleitete. Dann kommen die Pesuka de Simra, die am Sabbat umfangreicher als an den Wochentagen, und das Schlußgebet dieser ersten Abtheiluug 77277-2'. Was die Pesuka de Simra betrifft, erzählt Seder olam 14, es sei von David angeordnet worden, daß die Leviten beim Morgenopfer 1 Ehr. 16, 8-^22, und beim Abendopfer ib. 23—36 Vor der Lade sagen mögen. Es ist so viel als gewiß, daß diese Gebete auch im Tempel in u8n blieben. Der Chronist, welcher diesen Gebrauch vorgefunden, daß die Leviten mit V.8 ihren Morgendienst begannen, beging nur den Ana chronismus, diese Einrichtung David zuzuschreiben, woraus die Notiz des Seder olam floß, es sei diese Recitation in den Zeiten David'» vor der Lade, in einer Morgen- und in einer Abendlection bestehend, geinacht worden. Es war also das in Rede stehende Gebet Hodu schon im Tempel eingesührt. Hiermit stimmt auch überein, daß in Soferim 17, 11 gesagt wird, '777 71771 rührevon David her, und 71 "2, V. 23 n. w., sei ein svferisches Gebet. Dieses wird noch dadurch bestätigt, daß inan ihm als soferischem Gebet Jischtabach als Nachbenediction gab, welche schon im Jeruschalmi erwähnt wird. Was das 128-2 ^712 betrifft, so referirt I. Karo K. 50: Man pflege nach der Boraita des R. Jischmal Hodu zu sagen, also -22 später, und führt daun eine längere Stelle aus dem Orach Chajim an, welche am Ende angibt, daß man -22 in manchen Orten am Sabbat nach dem großen Hallet, an Wochentagen nach Hodu sage, und bezeichnet schließlich als die Sitte seiner Gegend, es an Wochentagen nach Pf. 19, am Sabbat nach dem großen Hallet zu sagen. Auch der Tur 51 berichtet, daß manche die Verse und Psalmen, welche

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