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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-07-01 · Heft 4 (Juli 1865) · p. Seite 300

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
I. Band (1865)
Issue
Heft 4 (Juli 1865)
Date
1865-07-01
Page
Seite 300 (sequence 36)
Language
German
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300 Jllustr. Monatsh. für die gef. Interessen des Judenthums. Anerkennung rastlosen, uneigennützigen, gesegneten Strebens für Förderung des Hopfenbaus." kl MM Eyrenpokat. Die umfangreiche landwirthschaftliche und wissenschaftliche Literatur sowie amtliche Berichte nennen Flatau und die Resultate seiner Thätigkeit für Preußens Staat und Volk in Ehren als Autorität; die „Zeitschrift des königlich preußischen statistischen Bureau zu Berlin", Nr. 3, December 1860, S. 82—84, und Nr. 10, Oktober 1862, S. 244—248, bekunden seinen geschichtlichen Ruf. Flatau ist es zu verdanken, daß Preußen ein Hopfen producirendes und exportirendes Land geworden ist. Bemerken müssen wir, daß Herr Flatau wohlhabend ist und seine Thätigkeit nicht nur uneigennützig ausübt, sondern bei armen kleinen Landwirthen sich selbst mit Geldopfern Bahn bricht, um günstige Resultate für Staat und Volk zu erzielen. Eine seiner Broschüren: „lieber Hopfenbau" (Verlag von Gustav Bosselmann, 1861), ist in erster Auflage binnen sechs Wochen in 1500 Exemplaren vergriffen worden. Alls allen Gegenden des In- und Auslandes und selbst von Behörden werden Rath und Gutachten über Hopfenbauangelegenheiten von diesem berühmten Manne eingeholt, und ist ihm unter anderm von dem landwirthschaftlichen Centralverein Ostpreußens, dergleichen von Westpreußen, von der königlich schwedischen Akademie der Landwirthschaft zu Stockholm, von dem landwirthschaftlichen Verein zu Bittburg in Rheinpreußen, aus Belgien u. s. w. der ehrenvolle Ruf geworden, jene Gegenden wegen Einführung und Verbesserung des Hopfenbaus zu bereisen. Seine Zeit und seine Bedeutung als H istoriograph. Von Di. M. Dilschak. (Schlich.) Weit interessanter und folgenreicher sind die „Alterthümer", welche Josephus in seiner Muße, die er unter Titus' und Domitian's Regierung genoß, verfaßte, ein umfassendes Werk über die jüdische Geschichte von Anbeginn an bis auf die dem Kriege vorangegangene Zeit. Hören wir, mit welchen Intentionen Josephus an die Arbeit dieses, ihn mit der Palme der Unsterblichkeit zierenden Geschichtswerkes ging, was ihn dazu antrieb, und welcher Genius seine Feder führte. Josephus sagt, er habe diese Arbeit, welche die Schicksale, Bestrebungen, Institute und Institutionen der Juden enthält, in der sichern Hoffnung unternommen, daß die Griechen das Nützliche derselben ohne Zweifel anerkennen würden. Er hatte dieses angefangene Werk wieder unterbrochen, weil ihm die griechische Sprache Schwierigkeiten gemacht, allein der Ermunterring seirres Freundes Epaphroditos, eines Freigelassenen des Nero und Günstlings Domitian's, eines Mannes von Geist und Kenntnissen, habe er nicht widerstehen können. Wie einst der Hohepriester Eleazar keinen Anstand genommen habe, dem Ptolemäus Philadelphus das Gesetz der mosaischen Bücher übersetzen zu lassen, so habe auch er, Josephus, kein Bedenken getragen, die Thora ins

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