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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-07-01 · Heft 4 (Juli 1865) · p. Seite 299

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
I. Band (1865)
Issue
Heft 4 (Juli 1865)
Date
1865-07-01
Page
Seite 299 (sequence 35)
Language
German
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29S Jos. Jak. Flatau und der eingeräumt. Eine Marmortafel in der Wand kennzeichnet denselben mit den Worten: „Jos. Jak. Flatau, geb. zu Posen, Ehrenbürger zu Neutomysl." Bei Einweihung dieser Synagoge am 20. November 1861 (17. Kislev 5622) wurde von der Kanzel herab der Name Flatau's gesegnet, weil durch seine Hebung des Wohlstandes der Bewohner jener Stadt wie auch durch seine Beisteuer der Synagogenbau ermöglicht wurde. Auch in den Kirchen jener Gegend wird an bestimmten Feiertagen das Gebet verrichtet: „Herr, gib Segen unserm Hopfenbau" u. s. w., da der Hopfenbau eine Lebensfrage für die Bewohner jener Kreise ist. Von seiten der Nationalakademie für Ackerbau zu Paris empfing Flatau, gleich Schubart für seine Verdienste um den Kleebau Schubart von Kleefeld, im Munde des Volks „Flatau von Hopfenfeld" genannt, die goldene Medaille, von Sr. kaiserlichen Hoheit dem Prinzen Napoleon, als Protector der französischen Acclimatisations - Gesellschaft, für „Einführung und Förderung des Hopfenbaus in Preußen" die Medaille und 1855 von demselben als Protector der internationalen Ausstellung irr Paris das Ehrendiplom; von Ihrer Majestät der Kaiserin Eugenie von Frankreich 1860 die Medaille, von Sr. königlichen Hoheit dem Kronprinzen von Preußen als Protector der Landwirthschaft 1860 das Ehrendiplom, 1861 den Ehrenpreis; von der Versammlung der deutschen Land- und Forstwirthe zu Gotha 1857, zu Braunschweig 1858 die Medaillen; von dem Verein zur Förderung der deutschen Interessen in der Provinz Posen die Medaille, voin königlich preußischen landwirthschastlichen Ministerium zwei Medaillen. So sind in den letzten zehn Jahren von Akademien, wissenschaftlichen und landwirthschastlichen Vereinen des In - und namentlich des Auslandes demselben in gerechter Würdigung für seine Verdienste um Einführung und Förderung des Hopfenbaus in Preußen einige vierzig Auszeichnungen überreicht worden. Wir lassen hier einen von den vielen Erlassen des königlich preußischen land- Hopfenbau in Preußen. wirthschaftlichen Ministers an Herrn Flatau folgen: „Die ostpreußische landwirthschaftliche Centralstelle zu Königsberg bezweckt innerhalb ihres Vereinsbezirks den Hopfenbau anzubahnen und hat sich um Unterstützung in diesen Bestrebungen an mich gewandt. Da ich für diesen Culturzweig lebhaftes Interesse hege und die Fortschritte, welche der Hopfenbau in "Neutomysl gemacht hat, wie die patriotischen und erfolgreichen Bemühungen Ihrerseits, welche zu den dort erreichten erfreulichen Resultaten wesentlich beigetragen haben, wohl zu würdigen weiß, so glaube ich den Wünschen der landwirthschastlichen Centralstelle am besten zu entsprechen, wenn ich Sie aus die Bestrebungen der ostpreußischen Vereine in dieser Richtung aufmerksam mache und an Sie das Ersuchen richte, denselben mit Rath und That förderlich, namentlich der Centralstelle durch Ihre Vermittelung zur Erlangung geeigneterFächser behülflich sein zu wollen, damit solche an die Zweigvereine Ostpreußens zu zweckentsprechenden Anbauversuchen vertheilt werden können. „Ich halte mich überzeugt, daß Sie diese Ihnen gebotene Gelegenheit, sich ein neues Feld gemeinnütziger Thätigkeit zu eröffnen, willkommen beißen werden, wie Sie sich auch des Dankes der Betheiligten versichert halten dürfen. „Berlin, den 16. April 1862. Der Minister für die landwirthsch. Angelegenheiten (gez-) Jtzenplitz." Die 24. Versammlung deutscher Land- und Forstwirthe 1863 zu Königsberg in Preußen ernannte Flatau zu ihrem Präsidenten für die achte Frage: „Welche Mittel sind geeignet, den Hopfenbau in Preußen zu heben?" Im Mai vorigen Jahres wurde Flatau von Sr. Excellenz dem Minister für landwirthschastliche Angelegenheiten mit den Worten: „Sie haben den Bewohnern der Provinz Posen einen neuen Erwerbszweig gegründet", ein silberner Ehrenpokal, dessen Abbildung wir hier bringen, überreicht, woraus eingravirt: „Die Bürgerschaft von Neutomysl am 19. Mai 1864 ihrem Ehrenbürger Herrn Jos. Jak. Flatau in Berlin in dankbarer 20*

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