Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- I. Band (1865)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1865)
- Date
- 1865-07-01
- Page
- Seite 298 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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298 JLLusLr. Monatsh. für die ges. Interessen des Judenthums. in ökonomischer, commerzieller und wissenschaftlicher Beziehung unermüdlich thätig und scheute selbst nicht Geldopfer; und so ist sein seit Jahrzehnten durch Wort und Schrift verkündeter Ausspruch: „Der Hopfenbau, von seinem ökonomischen Anfänge bis zu seinem commerziellen Enoe richtig geleitet, ist geeignet, den Wohlstand, namentlich geahnten Wohlstand verbreitet hat. Ueber 6000 Morgen sind mit Hopfen bepflanzt, worauf bei einer vollen Ernte circa 40000 Centner producirt werden können, und brachte das Jahr 1860, in welchem nur 20000 Centner gewonnen wurden, ein Kapital von circa 2,200000 Thalern. Auch in Buckow in der Mark Bran- L-M EMM der kleinern Grundbesitzer eines umfangreichen Kreises, zu heben", zur Wahrheit geworden. Noch im Jahre 1853 hat das hohe landwirthschaftliche Ministerium an der Möglichkeit eines nutzenbringenden Hopfenbaus in Preußen gezweifelt (vgl. „Das königl. preußische Landes-Ökonomie-Collegium in seiner zehnjährigen Wirksamkeit", Berlin, Wiegandt und Grieben, 1853); jetzt hat Preußen um Neutomysl einen Hopfenbau, der fast den ausschließlichen Drwerbszweig einer Bevölkerung von mehr denn 10000 Menschen bildet und einen früher nie denburg ist Flatau seit Frühjahr 1861 bemüht, den Hopfenbau, der dort in frühen: Jahrhunderten in großer Blüte gestanden hat, aber in den letzten Jahrzehnten verschollen ist, wieder in Aufnahme zu bringen, und ihm wird es verdankt, daß sich jetzt bereits 150 Landwirthe mit nutzenbringendem Hopfenbau daselbst beschäftigen. Die dankbaren Bewohner jener Kreise haben auch Herrn Flatau das Ehrenbürgerrecht von Neutomysl und Buckow verliehen. Die jüdische Gemeinde zu Neutomysl hat in ihrer Synagoge Herrn Flatau einen Ehrensitz neben dem Rabbiner