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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-06-01 · Heft 3 (Juni 1865) · p. Seite 252

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
I. Band (1865)
Issue
Heft 3 (Juni 1865)
Date
1865-06-01
Page
Seite 252 (sequence 68)
Language
German
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252 Jllustr. Monatsh. für die ges. Interessen des Judenthums. (Paris 1860, 8.). Beide Hefte sind jedoch Torsi geblieben. 6) „Kebuzat Chachamim." Wissenschaftliche Aufsätze in hebräischtalmudischer Sprache, enthaltend Geschichte, Exegese und Dogmatik, gesammelt von W. Warnheim (Wien 1861, 8. della Torre). Da bei „Zurat Ha-Arez" von Isaak Jbn Latif, zur Herausgabe vermittelt von S. G. Stern. Auch diese Sammlung ist ein Torso geblieben, und der ungewandte Editor, welchem Bestimmtheit und Klarheit abgeht, kann es nur sich allein zuschreiben, wenn es bei diesem ersten und letzten Versuch geblieben ist. Jndeß mag der Gelehrte das hier aus Handschriften oder Sammlungen Gebotene dankbar hinnehmen, gleichviel ob die Gesellschaft, von der dies ausgehen soll, noch existirt oder nicht. Mit diesen Sammelschriften in zwanglosen Heften, die in Ermangelung eines wissenschaftlichen Geschicks und regulärer Förderung nicht gedeihen, schließe ich vorläufig, den Artikel über die jüdische periodische Presse ab und werde über die verschiedenen Jahrbücher späterhin besonders berichten. Prof. Di-. Jul. Fürst. WiMM. Vom 20. März bis 20. April 1865. Von vr. Alois Müller. Bibelblätter. Herausgegeben von der Bibelgesellschaft zu Basel. Red.A. Ostertag. Jahrgang 1865. Nr. 1. Basel, Bahnmaier. Gr. 8. Compl. 6 Ngr. 6xeur8ion8 in kalesttns, Cassel, D. Die Pesach-Haggada, sorgfältig durchgesehene Textausgabe mit hebräischen Anmerkungen. Berlin, Poppelauer. Gr. 8. Geh. 3 Ngr. Cassel, D. Die Pesach-Haggada, mit vollständigem,sorgsältig durchgesehenem Texte. Uebersetzt und erläutert. Berlin, Poppelauer. Gr. 8. Geh. 6'Ngr. tolleseo. Drie8t, Ooen. 8^ Eait. 1'lllr. Furrer, K. Wanderungen durch Palästina. Zürich, Orell, Füßli u. Comp. Gr. 8. Geh. i?/z Thlr. Hase, K. Das Leben Jesu. Lehrbuch zunächst sür akademische Vorlesungen. 5.Ausl. Leipzig, Breitkopf u. Härtel. 8. Geh. 1'/2 Thlr. Jngraham, I. H. Der Fürst aus David's Hause, oder drei Jahre in der heiligen Stadt. Aus dem Englischen übersetzt von A. Henze. 3. Ausl. Braunschweig, Schulbuchhandlung. 8. Geh. IV5 Thlr. Keller, E. Antwort des Landvolks aus die Ansprache an das Volk, über das Leben Jesu von De. Strauß. Stuttgart, Belser. 8. Geh. 4 Ngr. ttonäou. 12. 8s. Nemnann, W. Die messianischen Erscheinungen bei den Juden. Bleicherode, Rundinger. Gr. 8. Geh. ^Thlr. Oehler, V. F. Der Knecht Jehovah's in Deuterojesaia. Eine exegetisch-kritische Studie. 2 Thle. Stuttgart, Belser. Gr. 8. Geh. 27 Ngr. Röckerath, P. I. Biblische Chronologie bis auf das Jahr der Geburt Jesu. Münster, Aschendorsf. Gr. 8. Geh. iVz Thlr. Zitthe, W. Das Leben Jesu, für das deutsche Volk. 10. Heft. Berlin, Fünfhausen. Gr. 8. 8 Ngr. Micke aus -er Zeit in die Zeit. Ke rechtliche Stellung der Juden §omt und Mt. Von Rudolf Rost. Wenn im neunzehnten Jahrhundert in der Hauptstadt der Intelligenz ein in der Wissenschaft allerdings hochstehender Minister erklärt, daß ein Jude in einer technischen Anstalt nicht Lehrer sein dürfe, und ein anderer Gelehrter beweist, daß ein Jude niemals ein Wahrhaft Preußischer Staatsbürger sein könne, da er einem orientalischen Volksstamm angehöre, so darf es uns nach solchen Aeußerringen nicht wunder nehmen, wenn die feudale Presse in den Juden die Feinde aller staatlichen Ordnung, die Führer der so verhaßten Opposition erblickt und vielleicht gern die gute alte Zeit heraufbeschwören möchte, um mit Blut und Eisen das nur mit den Waffen!des Geistes gegen blinden Eifer kämpfende Volk Israel zu vernichten, jene gute alte Zeit, in welcher man die unglücklichen Hebräer bedrückte und verfolgte, beraubte und mordete: alles zur größern Ehre Gottes! Doch sie ist vorüber, jene Zeit des Schreckens; die Gegenwart hat den Juden ein besseres Los bereitet, die Gesetzgebung hat begonnen, die Schranken hinwegzuräumen, welche die Juden bisher hinderten, sich wenigstens als politische Glieder der Nation zu fühlen, in der sie leben. Bleibt auch hier und da, wie wir später sehen werden, noch manches zu wünschen übrig, so ist doch der gewaltige Unterschied in der rechtlichen Stellung der deutschen Juden von sonst und jetzt nicht zu verkennen. Im ganzen Deutschen Reiche standen die Juden ehemals, mochten sie nun in einem dem Kaiser unmittelbar unterworfenen Gebiete oder in einem Lande wohnen, welches einen besondernHerrn hatte, unter dem Schutze des Kaisers. Und warum? Weil der Sage nach Flavius Josephus, der Geschichtschreiber des jüdischen Krieges, den römischen Kaiser Titus von der Gicht geheilt habe, worauf des letztem Vater, der Kaiser Vespasian, sei-

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