Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- I. Band (1865)
- Issue
- Heft 3 (Juni 1865)
- Date
- 1865-06-01
- Page
- Seite 236 (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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236 Jllustr. Monatsh. für die ges. Interessen des Jüdenthurns liegt ein dritter Tempel von runder Form, ein kleines Gebäude von besonderer Schönheit. Der Bau selbst hat, mit Ausschluß der ihn umgebenden Säulen, nur 32 Fuß im Durchmesser und ist in zwei Theile abgetheilt, von Lenen der eine im ionischen, der andere im korinthischen Stile erbaut ist. In ungewisser Zeit ward ein moderner Thurm darüber errichtet, um eine griechische Kirche daraus zu machen. Die arabischen Schriftsteller laßen erklären und den Römern nur den Ruhm des Ausbaues und der Vollendung lassen; aus der dritten Periode endlich datiren die sarazenischen Mauern und Thürme. Was die Kämpfe um Baalbek und die zu verschiedenen Zeiten durch Araber, Tataren und Türken erlittenen Belagerungen verschont hatten, das wurde im Jahre 1759 durch ein furchtbares Erdbeben vollends zerstört.! MMN »MW WWW W8M MEL KM Oie Ruinen von Baalbek. den König Salomo die Tempel errichten, und die Sage gibt ihm Engel und Genien zu Gehülfen. Eine andere Sage läßt ein Riesengeschlecht in der Urzeit die Ungeheuern Steinblöcke theils bearbeiten, theils von ihrer Lagerstätte wegführen und zu der Grundlage und Ringmauer der Tempel aufthürmen. Neuere Annahmen unterscheiden drei verschiedene Perioden der Entstehung. Aus der ersten und frühesten rühren die Ungeheuern behauenen Steine an der nördlichen und westlichen Mauer der Plattform her, auf welcher die Tempel stehen; aus der zweiten die Tempel selbst, die von manchen den Römern zugeschrieben werden, während andere sich für den syrischen Ursprung III. Am östlichen Fuße des Antilibanon, in der weiten, herrlichen und üppigfruchtbaren Ebene El Ghuta, die von den Orientalen als das schönste der vier irdischen Paradiese gepriesen wird, liegt Damaskus, die Hauptstadt des gleichnamigen Paschaliks in Syrien, eine der ältesten Städte der Erde, die im Titel des Sultans als die „Paradiesesduftige" aufgeführt ist, und die von Mohammed dreimal glücklich gepriesen wurde, weil die Engel des Herrn die Flügel über sie gebreitet haben. In morgenländischen Beschreibungen wird Damaskus das Muttermal auf der Wange der Welt, das Gefieder des Paradiespfauen, der farbige Hals