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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-06-01 · Heft 3 (Juni 1865) · p. Seite 234

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
I. Band (1865)
Issue
Heft 3 (Juni 1865)
Date
1865-06-01
Page
Seite 234 (sequence 50)
Language
German
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234 Jllustr. Monatsh. für die gef fand dort - die Grabmäler von Mardechai und Esther. Persische Juden erzählten ihm, daß auf den Bergen von Nischabur, welche sich am Müsse Gosan ausdehnen, Abkömmlinge der Stämme Dan, Sebulun, Ascher und Naphthali, unabhängig von jedem andern Volke, unter einem eigenen Oberhaupte, Namens Joseph Armakala Halewi, lebten. Sie standen im Bündniß mit den türkischen Horden der sGhusen. Ein Einfall dieser Türken in Persien veranlaßte den persischen König zu einem Kriegszuge gegen sie. Sein Herr verlor aber den Weg in den Wüsteneien und verminderte sich durch Hunger und Ermüdung von Tag zu Tag mehr. Endlich kam er in das Gebiet der freien Juden und verlangte von ihnen Nahrungsmittel und freien Durchzug zum Gebiet der Ghusen. Die Juden entgegneten darauf, sie seien niemand außer ihrem eigenen Fürsten Gehorsam schuldig und sie würden die Feinde ihrer Bundesgenossen als ihre eigenen Feinde behandeln. Schon rüsteten sie sich zum Kampfe, als ihnen der Perserkönig melden ließ, er würde, falls sie seine Wünsche nicht befriedigten, bei seiner Rückkehr sämmtliche Juden seines Reichs niedermachen lassen. In Rücksicht auf ihre Glaubensbrüder beschlossen nun die Juden, ihm zu willfahren, zugleich aber den Ghusen den Stand der Dinge anzuzeigen. Infolge dessen wurde das persische Heer von den türkischen Horden geschlagen. (Schluß folgt.) cheographische EharakLerbilder aus Palästina. AMiiMM. KMK. MnWlW. I. Oestlich vom Libanon und mit diesem fast parallel streicht ein Gebirgszug ourch Syrien, der den Namen Antilibanon, d. i. gegenüberstehender Libanon, bei den Einwohnern Dschebl-esch- Schurky, d. i. der östliche Berg, führt. . Interessen des Judenthums. Der Antilibanon erstreckt sich, bei einer Mittlern Höhe von ungefähr 4000 Fuß und einen beinahe eine Tagereise breiten Rücken mit kleinen Hochebenen bildend, von Südwesten nach Nordosten und ist von tiefen Thälern durchschnitten. Hochebene und Thäler sind mit üppiger Vegetation bedeckt; schöne Weideplätze wechseln mit kräftigem Baumwuchs, die Abhänge aber sind, besonders in den höhern Regionen, meist baumlos, höchstens mit Buschwerk und Zwergeichen bedeckt. Seiner Zusammensetzung nach besteht das Gebirge aus Kalkstein, über welchen sich auf den höchsten Höhen ein sandiger Schiefer gelagert hat. Die Heilige Schrift kennt den Namen Antilibanon nicht, sondern setzt für diesen auch den Namen Libanon, wie aus der Stelle (Hohelied 7, 4) ersichtlich: „Thurm auf Libanon, nach Damaskus schauend." Der nördlich und östlich von den Quellen des Jordan gelegene Theil des Antilibanon heißt in der Bibel Chermon, „welchen die Zidonier Sirion, die Amoriter aber Senir heißen" (5 Mos. 3, 9), und der auch (nach H Mos. 4, 48) Sion hieß. Der gegenwärtige Name dieses Theiles ist Dschebl-esch-Scheikh, der greise Berg, oder Dschebl-et-Teldsch, der Schneeberg, von dem Schnee, der auf seinen Spitzen ruht, und von dem sich bis weit in die Thäler hinab Streifen ziehen, die selbst von den Mittagsstrahlen einer Sommersonne nicht geschmolzen werden. Der südöstliche Ausläufer dieses Theiles ist der Dschebl-Heisch. Auf dem Antilibanon entspringen mehrere Flüsse, darunter der Barada, welcher in der Heiligen Schrift Amana (2 Kön. 5, 12) und bei den Griechen Chrhsorhoas heißt. Dieser Fluß ist in seinem Oberlaufe von steilen Felsen umschlossen, an den Ufern jedoch mit stattlichen Pappeln und lieblichen Hainen von Obstbäumen geschmückt. Er schlängelt sich nordöstlich nach Damaskus, und nachdem sich der Fidscheh oder Parpar (a. a. O.) mit ihm vereinigt hat) ergießt er sich, sieben Stunden weit von der Stadt, in den Wiesensee Bahr-el-Merdsch.

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