Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- I. Band (1865)
- Issue
- Heft 1 (April 1865)
- Date
- 1865-04-01
- Page
- Seite 35 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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35 Aus den untern Schichten. daß wir was ztt essen bekommen, oder ..." > „Kittel, Kittel!" scbreir der erscbrockeue! Klausiter, bring uut Kotten willen Jener und Esseu. Versetze den Dalcs „Dell Dalis! Wer lvird alls deinen Dalis was leiben, verrückter Nieusck?" sckreit ibrerseits die Irau. Der zweite Soldat erbebt sicb nlin, llnd seinem Wirtbe sich llabernd, der erschrocken zurückweickr, sagt er mit lveicher Stimme-. „Nickt llötbig, daß Ibr was versetzt, ick gebe Eucb Keld." „Ihr lllir Keld?!" „Nickt viel, aber etwas, das -gl einem Nacktessen sür uns und Euck biureieht, anck wol nock -gl eirrenl Gläschen Sckuaps. Nebmt das, Bruj der, ick bin ein Iud'." ' „Schalem Eleikem!" platzt derKlallsner beratis. „Kott segne brück! Kittel, ruein Weib, wird einkaufen, und ick bleibe unterdeß beim Kiudleb." Und so gescknebt es. Die Iran eutsernt sick, den (dulden sorgfältig in die Hand pressend, den ihr der Soldat gegeben, wabrend ibr Mann den- Korb sckankelt. „Brnderleb, sagt der Klausnernach einer Panse, zutraulick geworden dnrck das Bewußtsein, daß der eine Soldat sein Religionsgenosse sei. Bruderleb, tbut mir den Gefallen und setzt Euck zll der Wiege bis meill Weib konmlt, lind gebt auss Kind Acht." Ein bomerisckes Zacken des Soldaten mackt der: armen Manu stutzen. „Ihr wollt mick tllr Kindermagd macken?! Und was wollt Ibr untertiehmeu?" „Ick bin ein Kapitel- Misckuais schuldig gebliebell in der Klaust ilud möchte hingehen." „Bleibt bier, Ibr werdet essen und trinken, lieber Mann. Druckt Ibr gerne?" „Ein Klausner muß trinken, das gekört zum Geschäft." „Und dann wird die Sorge vergessen, man singt und springt nack Klausnerweise. Ist es nicht so?" „Das ist unser Glück. Und warum sollten wir nickt beiter sein, wenn Gott das Leben schenkt?" „Selbst in dieser Armutb?" „Was Armutb! Kein Mensch ist arm, der auf Gott vertraut. Habe ick bellte gefastet, so werde ick mick morgen satt essen. Ist nock keiner von uns Hungers gestorben. Kennt Ihr das Lied vom Klausner?" „Ein Lied vom Klausner? Laßt es boren!" „Nur ist jetzt nickt siugerlick zu Mutbe, lieber Ireund." „Ein Scknaps so groß wie Euere Pelzmütze, wenn Ibr singt." „Nein, aber wenn Ibr an der Wiege bleibt, damit ick in die Klaus' geben kann, sing' ick." „Dopp, Bruder, das Geschäft ist gemacht!" Und der Klausner recitirte im Iistel ton, wäbrend die beiden Soldaten, ungebeuere Rauchwolken aus ihren Pfeifen emporwirbelnd, lächelnd aus den Mann blicken, der trotz seiner Armutb und seiner trostlosen Lage vermöge der dieser frommen Kaste innewobnenden zäben Iuvernckt in die göttliche Hülfe sick durchaus nickt so unglücklick zu füblen scheint, als man wol bei seinen! Anblicke glauben dürfte. Das Lied vom >Uausuer.'- (5ch lach dech ' alle 0'onturen' aus, Mir ibre paskidne Tratten '. Man Kontur is dech die Maus, Mischnais — MM Masemaren. Der pnrs mög' gebn herauf und herab. Der Das* lebendig oder rodr. Mir gebt gottlob gar nichts ab, ttch bab bekower meiir Stück'l Brot pch sitz den ganzen Tag in Maus Und tomin nicht heraus vor die Thür; Trifft sich epis in a Daus, * .noilimt man gleich zu mir. Trifft sich irgend eine Tünche ' Oder chalile" ein Zar'i Dazu bin ich ein mimche" Ulrd benehm' mich nicht wie ein Karr. Trifft sich irgend in a Dans ^>wei Iahrzeiten in einem, Schick' ich mir ein Bimtim heraus Und (aß nicht zu, keinem. Bon Herrn T. 'vi. Flake Mein. ' doch. - Comptoirs. hatzlich. Hase. ' Fest. GoN behüte. Schmer;. - tauglich. " LubMur.. 3"