Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 5 (1938)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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(1820, richtiger 1819). Vorher andere Schrift und unter dem Namen der übliche Schnörkel, so dass der Name schwer leserlich ist: ihyh bm> öiA p bxpiw *xp\ *m ninsS vwp »wbm Was WdSjndd „ich habe es erworben, meinem Hort und Schöpfer zu Ehren, Jechezkeel, Sohn meines Herrn Vaters, Azriel Löbel aus Teltsch vom Kreise Eizlitz" (= Eidlitz). Die Lesung der hebr. „Inschrift" wird bestätigt durch das, was auf dem Titelblatt verso deutsch geschrieben steht: „Dieses Buch gehört dem Ezechiel Löbel von Teltsch, Saazer Krais (so) in Königreich Böhmen". Auf derselben Seite befindet sich ein hebr. Brief (?) an einen Rabbiner Abraham; dieser könnte am Ende der oben in der Anmerkung genannte Abraham Muneles sein. Den Zusammenhang zwischen den einzelnen „Muneles" müssen Männer herausfinden, die in der Prager Lokalgeschichte besser Bescheid wissen als ich9). Auch der Zusatz „vom Kreise Eizlitz", nachdem soeben „von Teltsch" gesagt worden ist, ist mir unverständlich. Soviel ist aber sicher, dass zwischen den Familien Muneles und Eizlitz eine Verschwägerung bestand10). Das Verhältnis der beiden „Inschriften" zu einander glaube ich so auffassen zu sollen, dass das Buch „Chotam Tochnith", ursprünglich Gabriel Muneles gehörig, später ums Geld von Ezechiel Löbel erworben wurde. In „Popper" (S. 14) habe ich die Bresnitzer Juden auch als Leipziger Messgäste zu behandeln gehabt. Eine Anzahl derselben findet man jetzt in M. Freudenlhals Werke „Leipziger Messgäste" S. 52 verzeichnet, einem Werke, das seitdem erschienen ist (1928). Hier figurieren auch Wolf und Joachim Popper, in Begleitung des ersteren auch ein Simon Popper. Der Leipziger Amtsschreiber orthographiert den Ortsnamen Bfeznice in mehrfacher Weise, wie doch natürlich, da er auf die cechische Aussprache der betreff. Zugereisten angewiesen war. (Forts, folgt.) 9) Bei Hock, Die Familien Prags, S. 203 befindet sich unter 4830/1 „Bendit usw. Schwiegersohn des Leb Muneles" (tJ^J^ß)- i°) Hock ib. S. 202b unter „Muneles" verweist bei Nr. 4000 auf „Eidlitz"; hier auf S. 13 unter Nr. 3500 wird eine Freindl, Frau des Pinchas Muneles Klaber verzeichnet; sie war eine geborne Eidlitz. Die Frau starb im Jahre 502 1742. 44