Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 5 (1938)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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amtierten, waren eigentlich solche des Prachiner Kreises, mit dem Wohnsitz in Bresnitz. So R. Jizchak Itzig Spitz, ein Schwiegersohn des R. Eleazar Fleckeles in Prag, der hernach nach „Bümsl" Jungbunzlau kam5). Gut 20 Jahre früher (um 1782— 1786) war R. Baruch Muneles hier, ein wahrhaft grosser und frommer Rabbiner, dem die Auszeichnung wurde, von R. Ezechiel Landau rabbinische Gutachten zu erhalten6). Wohl nach ihm finden wir R. Josef Krotoschin hier, der später Rabbiner von Kuttenplan war7). Ich muss mir hier eine kleine Digression erlauben. Eingedenk dessen, dass meine Notiz „Was man alles vom Deckel eines Buches herunterliest"8) in Fachkreisen freundliche Beachtung gefunden, will ich auch zur Gelehrtenfamilie Muneles oder Munelles („Popper" S. 13 und 19) vom Buchdeckel herunter folgendes beitragen: In einem Exemplar des Buches rM3fl DflT! Wien 1797, der Isr. Theol. Lehranstalt in Wien gehörig, findet sich auf dem Titelblatte recto die „Inschrift": des Gelehrten Leb (= Juda) Muneles, EM (= September) 580)" vshm yb nmo p amto p"pi vxhpm bmaa nm» s"pn hhnt „der Gelehrte Gabriel Muneles, in der h. Gemeinde Prag, Sohn ihm nicht ein. Auch er schon erkannte in ^J^^J Bresnitz. Die Meinung dieses aus Namesto stammenden Mannes ist mir massgebend. ö) S. schon „Popper" S. 51 Anm. 4. Jetzt ist mehr über ihn zu lesen in der hebr. Zeitschrift „Ozar Chajjim" (Humene) VIII (1931), S. 26. Siehe auch S. H. Lieben in „Afike Jehuda" Festschrift 1869/70 — 1929/30 S. 60. c) S. H. Lieben a. O. Ich kenne noch den Abraham Muneles, Enkel des Baruch, den Kohut erwähnt in seiner Einleitung (hebr.) zum Aruch completum S. LH. Kohut erwähnt diesen Mann ziemlich oft. z, B. II, 5; 6; 23; III, 36 — der versteckte Vorwurf also von H. Brody im 5. Bericht „Talmud Tora", Prag 1914, S. 16, scheint mir unbegründet. Das ni*T$7ttPl kaDe m ^er Gemeindebibl. in Prag gesehen; der Verfasser „sass" im Bet ha-Midrasch Simon Kuh und spricht von seinem Grossvater, mit den Worten t^^JW^Ü D^S'? ^ehemals Rabbiner in Breznitz". Meines Erachtens' ist es ein bedeutsames gelehrtes Werk. ') S. H. Lieben a. O. 8) Erschienen in der Prager Wochenschrift „Selbstwehr", Beiblatt vom 13. Januar 1928; verwertet von Oberrabbiner M. Stein (Tyrnau) in „Jüdisches Archiv" Jahrg. I. Heft 11/12, S. 21 ff. 43