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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 42

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
5 (1938)
Issue
Heft 1
Date
1938-01-01
Page
Seite 42 (sequence 43)
Language
German
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werten, als indem ich sie in das Bild einfüge, das ich in „Popper" gegeben habe; sie sind abgerissen und zusammenhanglos, solange sie für sich allein dastehen, werden aber sofort lebendig und gesprächig, wenn sie in jenen Rahmen hineingefügt werden. Ich gebe sie also in der Reihenfolge meines „Popper" und bitte den Leser, das Neue mit dem Alten zu vereinen. Ausserdem habe ich, soweit möglich, für passende Überschriften gesorgt. I. Bresnitz.3) Die kleine Stadt Bresnitz ist der Ausgangspunkt aller mit den Poppers verknüpften Geschehnisse. Wolf Bresnitz und Chajjim Bresnitz sind die Namen, die diesen Primatoren, Vater und Sohn, innerhalb des jüdischen Lebens und auch in der jüdischen Literatur gegeben wurden selbst zu einer Z£it, da sie für die Aussenwelt längst schon den Namen Wolf Popper bzw. Joachim Edler von Popper geführt hatten. Die Juden sprachen das Wort zuweilen auch als ^'■Q „Breze" aus — ein Beweis, dass es hier seit alters ein pulsierendes jüdisches Leben gab, denn nur in einem solchen Falle pflegt man den Ortsnamen „jüdisch" zurechtzulegen. So werden im Memorbuch von Bresnitz die Poppers mehrfach „aus Breze" genannt. Demnach ist auch ein R. Mose Brese, von dem ich in „Popper" (S. 10) spreche, nicht anderswo zu suchen, sondern eben hier in Bresnitz4) Die Rabbiner, die hier 3) Cechisch Bfeznice. In einem Briefe, den ich am 5. V. 1926 erhalten habe, macht mir Herr I. Polak-Rokycana Vorwürfe, dass ich den Namen in der Form „Bresnitz" schreibe; weder liegt ein „S" noch ein „TZ" vor. Das mag richtig sein, aber ein deutsches Ohr hört selbst bei der Schreibung „Bfeznice" nur Bresnitz heraus. Auch das nachher genannte „Breze" sei nichts anderes als „Verballhornung" von „Bfeznice", ein Punkt, den ich nun von ihm annehme. — Mehr über Loksan und Bfeznice findet man jetzt in des Herrn Rokycana Aufsatz in Ceskozidovsky Kalendaf 1922/23; die Fortsetzung ib. 1925/26 war zur Zeit des Abfassens meines „Popper" noch nicht erschienen; ich verweise nun nachträglich darauf. S. auch Jahrbuch der Gesellschaft für üesch. der Juden in der cechoslovakischen Republik (von da an kurz „Jahrbuch" genannt) II, 507. 4) S. vorige Anmerkung. Auch Dr. Charles Duschinsky, London, schrieb mir 9. II. 1926, dass „Breza" in der Zupanschaft Arva, Bezirk Namesto („Popper" S. 10) nicht in Betracht komme, weil dort damals keine Juden wohnten und auch später nur 1—2 Familien. Auch Brezova (ib.) leuchtet 42

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