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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1938-01-01 · Heft 1 · p. Seite 15

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
5 (1938)
Issue
Heft 1
Date
1938-01-01
Page
Seite 15 (sequence 16)
Language
German
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ein geregeltes Vereinsleben herbeizuführen, indem sie Statuten verfassten, nach denen sie sich streng zu halten hatten. Die Tekanoth aus späterer Zeit in anderen Orten Böhmens, wie beispielsweise die des Jugendvereines „Derech Emunoh" in Tutschap (Tucapy),2) scheinen nach Muster der hier veröffentlichten Statuten verfasst zu sein. Zusammenfassend sei über diese Organisation folgendes bemerkt: Gewählt wurden 4 Vorsteher ([MQj), welche einen Monat lang abwechselnd ihr Amt versahen, 8 Wahlmänner dyiTVOD) un& 15 Ratsmitglieder (rtf^D ^tfittK)- Die Vorsteher dürften das, was man heute den engeren Vorstand bezeichnet, die Wahlmänner den verstärkten Vorstand gebildet haben; die 15 Ratsmitglieder können wir als eine Art Ausschuss bezeichnen. Die Neuwahl fand am Neumondstage des Monates Sivan alljährlich statt (P. 29). Bei diesen Wahlen empfahlen die 15 Ratsmitglieder, die alten Mitglieder des engeren u. verstärkten Vorstandes entweder zu belassen, sie durch andere zu ergänzen oder auch vollständig neue zu wählen (ibid.). Die Ratsmitglieder wurden bei der Generalversammlung am Rosch Chodesch Sivan zum Schlüsse gewählt. Die Gewählten waren stets unbesoldet, nur der Vereinsdiener bekam für seine Leistungen Entgelt. Der Monatsvorsteher musste monatlich über Einu. Ausgaben dem Gesamtvorstand langjähriger Amtskollege R. Eleasar Flekeles, der ihn gleichfalls um eine solche bat u. zw. als er sein „Ahawas Dawid" dem Drucke übergab (Prag 1800). Respektvollst erwähnt ihn dieser auch zweimal in seinem Responsenwerke („Tschuba Meahaba" N. 85 und 195 vgl. auch No 246). Günzburg starb 7 3j ährig am 11. Cheschwan 575 (25. Sept. 1815) u. wurde am Wolschaner Friedhof beerdigt. Eine ergreifende Gedächtnisrede hielt der Taborer u. Budweiser Kreisrabbiner Samuel Löb Kauders. Über eine bedauerliche Anzeige, die gegen ihn von Seiten der Prager Judenschaft einige Monate vor seinem Tode gemacht wurde, weil er aus Anlass des Einschreitens der Behörde gegen die fremden Bocherim, geheime Zusammenkünfte abgehalten haben soll, s. Fr. Raubik u. A. Blaschka in J. d. G. f. Gesch. in der CSR B. VI, S. 307 ff. Vergl. auch ha-Meassef VII, 1794 S. 37—53; Hock, Farn. Prags, S. 68 No 4887; Löwenstein, Index Approbationum No 1191; Lieben, Eröffnung d. 2. Wolschaner Friedhofes S. 19 No 21 u. S. 23 No 45; Kamelhaar, Dor DeaS. 163; derselbe Mufes Hador (Piotrkow 1934) S. 96—97; Kauders, Ahawas Emes (Prag 1828) Bl. 13; Gal-Ed, 8.60 No 114; S. Landaus „Schibat Zion No 7." 2) Siehe Wachstein, Hickls ill. jüd. Volkskalender Jhg. 28, S. 102—107. n

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