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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-02-01 · 2 (Februar 1933) · p. Seite 125

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
2 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 125 (sequence 61)
Language
German
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von Isak Polaks Witwe Hedwig erkauft hatte. Die andere Hälfte aber kaufte er, jetzt Isak jumme Kayßer genannt, 1715 von Löbl Mandl für 120 fl. (s. o.). 1773 endlich wohnte mit Frau und Sohn Michael J u m e in Nr. 15. Er nahm den Namen Michael Deutsch an, war 1734 geboren, wurde Pächter in Pruschanek und starb in Qöding 1807, sein Sohn Markus, geb. 1771, 1876 in Bojanowitz; Löbl Deutsch könnte dessen Bruder sein. § 9. Und so können wir auch die Familie S t i a s n y weit, bis aus dem 17. Jahrhundert, herleiten. Der Ahn, der alte Stiasn y, hatte Haus Nr. 11 auf einer öden Stelle erbaut, aber es war 1682 mit abgebrannt, und da er nicht mehr die Mittel zum Wiederaufbau hatte, überließ er den Grund den Söhnen G e r s 11 und J ak u b und behielt für sich und seinen Stiefsohn Calmon Jakub auf Lebenszeit nur ein Hinterstübchen. Gerstls Teil ging an seine Tochter Belle und deren Gatten Isak Markus über und an den Sohn Isak Gerstl, Jakub aber ehelichte Elte, die zweite Frau und Erbin Jakub Holeschauers, und verkaufte mit ihrer Zustimmung ihr Haus Nr. 9 an Abraham Marcus. Sein Sohn H e r s c h I war mit F ö g e r 1, Tochter des Mändl Polak, vermählt, nach dem sie die Halbscheid von Nr. 24 besaß. Hersehl Stiasnys Kinder aber waren Mandl, Gatte der G e n ä n t e 1, Besitzer eines Viertels von Nr. 24 seit 1708, das er 1713 an den Juristen Moses Löbl veräußerte, S a r a, mit S a m u e 1 Israel verheiratet, denen der Vater, solang sie Eheleute seien, sowie ihren etwaigen hinterlassenen Erben, die Wohnung bei sich zu geben und „als seinem Fraindt die gütte zu erwaißen" versprach, und K h ü 11 e, die mit ihrem Mann Löbl Schalkh zusammen 1740 nach Herschis Tod Nr. 11 erhielt. Die Familie Stiasny wohnte dann wieder in Göding: David Stiasny war 1790 Pächter, 1792 Fleischhauer in Mikultschitz und zuletzt herrschaftlicher Branntweinpächter in Göding. Er war daselbst 1765, seine Frau Susanna Herzl ebenfalls 1768 geboren, er starb 1808, Susanna 1829. Beider Tochter Anna war die Frau Isak Mandels (s. o.). Der Gödinger Familiant J a k o b Stiasny, den die Matrik nur einmal, 1788, nennt, war sicherlich ein Verwandter. Um die Geduld unserer Leser nicht allzusehr auf die Probe im stellen, wollen wir uns die Besprechung der etwa noch zu erör- 125

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