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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-02-01 · 2 (Februar 1933) · p. Seite 124

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
2 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 124 (sequence 60)
Language
German
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§ 8. Von den Kosteletzern läßt sich wegen ihres charakteristischen Namens die Familie ]ume oder J o m a am besten zurückverfolgen. Wir kennen aus ihr den Moyses Juma, Branntweinbrenner (?), Schwiegervater des Jura Jacob, dessen Sohn der Gödinger Judenrichter David Ure war (1720—1721). Diesen beerbte Gabriel Joachim (s. o.), veilleicht ein Enkel. Er besaß Haus Nr. 17, später einen Teil von Nr. 1; ferner die Witwe Zelde J u m i n, die das sogenannte Jumische Haus, also das Stammhaus, Nr. 10, lang vor 1688 besaß und es dem Salomon Slawkowsky oder Eyllnspiegl verkaufte, Sie heiratete dann ein zweitesmal den Jakub Holeschauer, und brachte ihm das Haus Nr. 9, das sei demnach auch innegehabt haben muß, mit einem „Kraml" auf dem Platz außerhalb der Brücke in die Ehe, und als sie starb, wurde er ihr Erbe. Ihr erster Mann (oder Vater?) aber wird wohl Jakob Juma gewesen sein, dem die Herrschaft bei der Errichtung der Judenstadt das nach dem Christen Sowa öd verbliebene Haus Nr. 7 samt einem Teil (Platz?) rückwärts an der March geschenkt hatte. Er hatte es aber gegen die Hälfte von Nr. 10 an Löbl Ayllnspiegl vertauscht. Von jakub erbten das Haus 1715 die Söhne A b r a h a m und Moses Jume; sie teilten es 1721, errichteten zwischen den Anteilen auf gemeinsame Kosten eine Scheidemauer und verpflichteten sich, dieselbe samt den Dachrinnen für immer zu erhalten. Da ihre Schwester C h e 11 e B a d e r i n, die Frau des Hersehl Boder, vom Vater auch einen Platz zur Errichtung eines Badestübchens darin erhalten hatte, gaben ihr die Brüder dafür 100 fl. und einen anderen Grund rückwärts am Wasser, wo früher ein alter Stall stand, zum Bau eines Badestübchens, behielten sich aber den freien Ausgang in der Breite eines Weinfaßauszuges vor; sie waren somit Weinhändler oder Wirte. Ein L ö b 1 J u m a heiratete 1736 des Michl Moses Tochter Tertze und erhielt einen Teil des Hauses 15 C schuldenfrei als Heiratsgut, den anderen Teil bekam am gleichen Tag der Sohn Moses Michl ebenfalls anläßlich seiner Heirat, der sich aber zur Übernahme der halben Waisenschuld von 130 fl. verpflichten mußte, und 1747 kaufte Moses Abraham Jume für 500 fl., davon 325 fl. Waisenschuld, das neuere Haus Nr. 27 von David Löbl, während Nr. 23 Isak Juma schon 1699 zur Hälfte 124

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