Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 3 (1932-1933)
- Issue
- 2 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 115 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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und zwar die Herren Wehli, die reich waren, in Gold (Gold wurde hier am liebsten genommen), mein Vater, der kein Vermögen hatte, brachte ein Stück Batiststoff mit." So viel Moses Porges. Laut unserem Stammbaum waren die drei jungen Wehli nicht Brüder, sonder nur Cousins, und zwar waren Joseph und Max Söhne des Jonas Wehle und Ludwig Sohn des Ahron Beers Wehle. Wie bekannt, war Frank mit seinen Kindern und seiner ganzen Suite getauft und der ganze Offenbacher Hof mit seinen Frommen galt für die Außenwelt für gut katholisch. Ungeachtet dessen, was im Schlosse geschah, fuhren die Herrschaften jeden Sonntag in die Pfarrkirche und machten sämtliche katholische Zeremonien mit. Auch der Hof wurde dazu angehalten. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß hier die Ursache liegt, warum die jungen Wehle, nach ihrer Rückkehr nach Prag das Christentun beibehalten und sogar ihren Familiennamen Wehle in Klarenberg geändert haben. Eine ihrer Schwestern (Louise) machte es den Brüdern nach, vielleicht war sie auch in Offenbach gewesen. Wir erfahren aus dem Porgesschen Bericht, daß mehrere junge Mädchen in Offenbach weilten, und an den Orgien der jungen Herren teilnahmen. Ein Kapitel Familiengeschichte. Von Dr. Gustav Treixler, Graslitz. II. § 6. Der Familiant Lazar Redlich, geboren etwa 1775, demnach nicht mehr in Qöding, heiratete am 18. Feber 1802 in Bojanowitz die 22jährige Eva oder Elisabeth, die hinterbliebene Tochter nach Bernhard Böheim in Bo:anowitz, wobei der Bisenzer Familiant Normallehrer Juda Königstein und der Gödinger Schächter Juda Redlich Beistände waren. Nehmen wir an, daß Juda Redlich Lazars Oheim gewesen sei und daß sich auch hier die Vornamen in der Familie erhielten, so könnten Juda und Lazars Vater, der nach dem Maskir-Buch in der Tat Nathan hieß, Söhne des Natan Abraham der „Beschreibung" in Nr. 20 oder des Natan 115