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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-02-01 · 2 (Februar 1933) · p. Seite 109

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
2 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 109 (sequence 45)
Language
German
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Styriae, Graz, 1773, II. 411 f, wo es einleitend zu diesen Mitteilungen heißt: „haud ita constat, forte ortae ab Judaeos eorumque excessus turbae causam hninc itineri dederint ita enim de his anonymus Leobiensis ad hunc annum refert usw." Vgl. auch Muchar A., Geschichte des Herzogtums Steiermark, Graz, 1859, VI 193. So wird auch da allerdings von einer Vertreibung der Juden aus Steiermark und Kärnten, nicht aber aus Fürstenfeld allein berichtet. 12 Vgl. S. 5, Anm. 5 u. Cäsar Aquil. Jul., Staatsu. Kirchengeschichte des Herzogthum Steyermarks, Graz 1786, IV 386: „Steyermark hatte auch solche Judengeschlechter in Marburg, Radkerspurg, Judenburg, Fürstenfeld usw. und wir haben noch Briefe von ihnen (Valvas. tom. IV, lib. 15, f. 309), zu Marburg war 1440 Judenrichter Herr Sigmund von Roggendorf, in Radkerspurg liest man aus Briefen: Ismael des Isaaks Sohn von Radkerspurg und zu Marburg: Abraham des Jakob Sohn von Marburg (Annal. duc. Styriae II 321). Sie kamen aber nach und nach wegen verschiedenen Lastern, Betrügen und Wucher in allgemeinen Haß; man massakrierte sie, man nahm ihnen das Ihrige, wenn sie sich vollgesaugt hatten: und so wurden die Christen noch ärgere Geldjuden. Zu Judenburg und Fürstenfeld wurden die Juden 1312 geplündert und vertrieben: hier wegen Mißhandlung des heiligen Altarsakraments, alldort, weil sie in einer Nacht alle Christen ermorden wollten, wie sich in der Folge der Geschichte zeigen wird (sie! vgl. weiter unten S. )'\ — 13 „Versuch einer Monographie über die k. k. Kreisstadt Judenburg usw.", Judenburg 1840, S. 14. — 14 A. a. O., VI 214. — 15 „Die Rechtsverhältnisse der Juden usw.", Lpz. 1901, S. 466 f. — 16 A. a. 0., S. 4. 17 Chronik der Stadt Fürstenfeld, Fürstenfeld 1883, S. 27 f., der einfach Muchar abschreibt.18 Fürstenfeld und Umgebung, Fürstenfeld 1921, S. 36 f., der wieder Langes Angaben mit nicht zu rechtfertigenden Erweiterungen, die den ursprünglichen Sinn entstellen, wiedergibt. 19 Geschichte der Steiermark 1282—1740, Graz 1931, S. 284. Dies geht daraus hervor, daß bei der über Auftrag des Bischofs von Passau Wernhard (Bernhard) von Prambach im Hause des Klosters Lilienfeld in Wien am 17. Dezember 1305 stattgefundenen gerichtlichen Verhandlung, bei der sechs Prälaten und Kleriker als Zeugen einvernommen worden sind, Ambrosius einer der Untersuchungsrichter gewesen ist. Es handelte sich da um die Beschuldigung, man hätte auf einem Steine oberhalb der Schwelle des Hauses des Juden Zaerklin in Korneuburg in Anwesenheit von mehr als 200 Personen zur Zeit der Messe einen Teil einer Hostie mit Spuren von Fußtritten, frisch, blutend, aufgefunden. Vgl. darüber Zeibig H., Urkundenbuch des Stiftes Klosterneuburg bis Ende des 14. Jahrhunderts, Wien 1868, II (Font. r. Aust. II, Dipl. 28. Band, S. 172 ff.). Weitere Literatur bei Scherer, a. a. O., S. 351, Anm. 3. — 20 Vgl. Ilwof, a. a. O., S. 210 ff. 21 Vgl. oben S. 2, Anm. — 22 Daß es sich in unserem Falle um einen reinen Betrug und nicht um die sogenannte Wundermonade (Monas prodigiosa 109

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