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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 296

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
4 (Juni 1932)
Date
1932-06-01
Page
Seite 296 (sequence 62)
Language
German
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Barbi, sondern den Trebitscher Rabbiner Josef Ahron Lemberger zur Verhandlung mitbrachten, ging die Kommission nach 4tägigem,. heftigem Streite resultatlos auseinander. Nach langen, sich nachher hinziehenden Verhandlungen wurde endlich in einer unter Vorsitz des Grafen Johann Balassa am 28. August 1761 in Preßburg tagenden gemischten Kommission zwischen den zwei streitenden Hauptparteien, den jüdischen Gemeinden Preßburg und Stampfen, die Vereinbarung erzielt, daß am 15. September 1761 neuerlich eine Friedenskommission, in Angelegenheit der Toleranzsteuer, verhandeln möge. In diese Friedenskommission wurden von Seite der Preßburger Gemeinde der Neutraer Rabbiner Aron Berlin, von Seite der Stampfener Gemeinde, deren eigener Rabbiner, Isak Kolisch,, für die Unterwäldter (jüdische Gemeinden der Schüttinsel) der Rabbiner Simon David aus Szerdahely und durch Auslosung noch 2 Rabbiner, u. z. der Rabbiner Moses Hamburger, aus Novomesto> und der Rabbiner Josef Jabuk Stupava, (ein Sohn der jüdischen Gemeinde in Stampfen) entsendet. Zwischen den betreffenden Schriften im Landesarchiv in Budapest befindet sich ein Bogen, auf welchem wegen Bestimmung der auszulosenden 2 Rabbiner, noch folgende Ortsnamen verzeichnet sind: Eisenstadt, Mattersdorf, Kreuz, Lackenbach, Frauenkirchen, Kitsee, Papa, Sassin, Holits, Neutra, Szenic, Wag-Neustadtl. Durchgestrichen sind: Altofen, Grosswardein, Peterwardein, Karoly; wahrscheinlich deshalb, weil die Rabbiner dieser Orte zu entfernt vom Verhandlungsorte wohnten. Am 15. September 1761 kam endlich diese Friedenskommission in Set. Georgen behufs Austragung der schwebenden, großen Differenzen zu Stande. Diese eigentliche Rabbinertagung vernahm alle Vertreter der einzelnen, in Frage kommenden jüdischen Gemeinden, strenge ein. Auf Grund dieser Einvernahme arbeitete die Tagung einen neuen Steueradrepartierungsplan aus. Doch weil die Rabbiner-Kommissionsmitglieder jedes Vermögenseinbekenntnis der einzelnen jüdischen Gemeinden, nicht unter E i d aufnehmen wollten, protestierten die Preßburger Vertreter schon 2 Tage nach der neuen Steuerbemessung, bei der Statthalterei gegen diesen neuen Steuerentwurf. Sie baten sie, daß im Sinne des erbrachten Erlasses, die Rabbiner angewiesen werden sollen, das Vermögensbekennthis der einzelnen jüdischen Gemeinden nur 296

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