Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 4 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 295 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte der Juden in Stupava (Stampfen). Nach dem von Oberrabbiner M. S. Herzog, Stupava, verfaßten, hebräischen Werke UTQ fTflp* III. Fortsetzung. In diesem Jahre (1760) heiratete der junge Graf Leopold Palffy, 'der Sohn des Schutzherrn, in Stampfen. Aus diesem Anlasse errichtete die Judengemeinde dem jungen Ehepaare zu Ehren eine prachtvolle, reichgeschmückte Triumphpforte, von welcher man noch Jahrzehnte hernach voll Anerkennung sprach. 1761. Vorsteher Isak Geiringer. Dieses Jahr von Neujahr bis Jörgen enthält eine kurze Liste von 25 Steuerzahlern. Von Jörgen bis Johanni desselben Jahres 22 Stz., von Johanni—Micheli 23 Stz., von Micheli bis Ende des Jahres 1761 wieder 25 Stz. — Im Steuerzahler-Register findet sich keinerlei Aufzeichnung und Anhaltspunkt, was die Ursache sein konnte, daß die noch im Jahre 1760 betragende Zahl von 54 Stz., im Jahre 1761 auf rund 25, ja bis 22 Stz. zusammengeschmolzen ist. Soll in diesem Jahre die den Ort verheerende Feuersbrunst gewesen sein? Dagegen spricht das am 25. Januar 1751 unterbreitete Majestätsgesuch der Stampfener Ju- .dengemeinde, in Sachen der Malke-Königin-Gelder, welches aui eine Feuersbrunst im Jahre 1750 hinweist. Oder sollte die ganze Ortschaft zweimal, im Jahre 1750 und im Jahre 1761 von Bränden heimgesucht worden sein? Doch auch noch ein drittes Datum solch großen Feuerschadens im Orte, müßte auf seine Richtigkeit überprüft werden. Die „Canonica Visitatio" der Stupavaer Diöcese, Pagina 76, erzählt nämlich, daß am 31. Juli 1751 ein Riesenfeuer im Orte wütete. — Am 17. Juli dieses Jahres 1761 kam über behördliche Urgenz ein Kompromiß zu Stande, laut welchem für den 18. August 1761 in Set. Georgen b. Preßburg, eine Ausgleichskommission mit der Aufgabe einberufen war, die Toleranzsteuern in gerechterer Weise auf die einzelnen jüdischen Gemeinden zu verteilen. Da jedoch die Preßburger Delegierten gegen die ursprüngliche Vereinbarung nicht ihren Rabbiner, den berühmten Mahram 295