Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 4 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 289 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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sich auch journalistisch und schriftstellerisch betätigte und frühzeitig 1924 in Budapest verschied. Sein Erbe übernahm Aron Lichte n s t e r n, der auch gegenwärtig an der Spitze der Schule steht Im Jahre 1926 wurde das erwähnte, 1883-84 errichtete Schtilgebäude demoliert und in demselben Hofe ein neues, acht Lehrsäle, einen großen Ratsaal, drei Räumlichkeiten für die Gemeindekanzlei, zwei Räumlichkeiten für den Schuldirektor und Lehrkörper umfassendes Schulgebäude gebaut, welches am 18. September 1927 eingeweiht wurde, aber schon heute in jeder Beziehung nicht entspricht und sehr eng ist. Seit zwei Jahren sind sämtliche Klassen parallelisiert. In den Parallelklassen ist die Unterrichtssprache slowakisch. Im vorigen Schuljahre besuchten 477 Schüler die Schule; heuer sind ihrer 530. Die slowakischen Klassen besuchen 320, die ungarischen 210 Kinder. Ein Beweis dessen, daß die Juden sprachlich sich schnell assimilieren. Vorher herrschte in der Schule „israelitischer" Geist, heute, dank dem jetzigen Direktor und Lehrkörper, weht jüdischer Geist in den Räumen der Schule. Im Rahmen der Schule besteht seit 4 Jahren der Verein „Szülök Szövetsege" (Elternverband), dessen Aufgabe die Verköstigung und Bekleidung der armen Zöglinge der Schule ist. Die eifrige Leiterin des Vereines ist Frau Heinrich R e i s z. Friedhöfe. Die Kaschauer Juden besaßen schon im Jahre 1844 einen Friedhof,25 der noch heute in der Tätragasse besteht, aber im J. 1888 geschlossen wurde. Seit 1888 wird der „neue" Friedhof in Anspruch genommen, der gegenwärtig vergrößert und von allen vier Seiten umzäunt wird und der auf der Westseite der Stadt unweit des Dorfes Barca liegt. Die Friedhöfe werden von der Chewra Kadischa erhalten, welche sich nicht nur mit dem Bestatten der Hingeschiedenen, sondern auch mit dem Unterstützen unserer armen und notdürftigen Glaubensbrüder, Ausüben der *lD)t m^tM befaßt. 25 Kerekes, S. 111. 289