Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 288

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
4 (Juni 1932)
Date
1932-06-01
Page
Seite 288 (sequence 54)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2416673-2416680-2416685--0629-2417350
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die Elementarschule der Matter gemeinde: Die Schule wurde im J. 1868 ins Leben gerufen. Präses der Gemeinde war Dr. David Kain, der erste Schul Vorsteher Jakob B ä r k ä n y. Der erste Direktor der Schule war Mör Noe Rottenberg, die ersten Lehrer waren Wilhelm Weis s, Hirsch Schönmann und Emerich G o 1 d s t e i n. Rottenberg24 war auch-Redakteur des kurzlebigen Wochenblattes (1872) „Schomer Jisrael", Verfasser der Schrift „Ein Wort zu seiner Zeit über hebräischen Unterricht und confessionelle Schule", Pest 1869, und ist Vater der noch heute im Ausland lebenden Bildhauerin Ilono Läzär, die die zweite Frau des Advokaten Dr. Leopold Glück war. Dieser spielte in unserer Gemeinde eine Rolle und starb vor einigen Jahren. Die Schülerzahl im ersten Schuljahre betrug 126; nur 20% der Schüler dieses Jahres war der ungarischen Sprache mächtig, die Muttersprache der übrigen war noch die deutsche; die Lehrer waren also gezwungen, auch die deutsche Sprache zu behützen. Die Magyarisierung-der Kinder ging aber in raschem Tempo vor sich. Im Jahre 1872-3 herrschte in der Stadt Cholera, weshalb der Unterricht eine längere Zeit ruhen mußte. Bis zum Schuljahre 1876-7 wurde die Schule in dem historisch bedeutenden Gebäude „Fekete Sas" (Schwarzer Adler), jetzt: Hauptgasse 29, untergebracht. In diesem Schuljahre übersiedelte sie in das Engelmannsche Haus, jetzt: Bethausgasse 6-8. Die Schülerzahl ift diesem Schuljahre betrug 142. Im Schuljahre 1883-84 errichtete die Gemeinde auf ihrem eigenen Platze, wo jetzt die neue Synagoge steht, ein Schulgebäude, das am 10» Juni 1884 eingeweiht wurde, und das auch die Gemeindekanzlei, wie auch den Ratsaal beherbergte. Zu Ende des Jahres 1887 starb Direktor M. N. Rottenberg. Nach seinem Tode versahen die Mitglieder des Lehrkörpers abwechselnd die Agenden des Schuldirektors. Im Schuljahre 1897-98 wurde aber von der Gemeinde als de- . finitiver Schuldirektor Nändor Szilägyi ernannt, der im Jahre 1920 das Zeitliche segnete. Sein Nachfolger wurde Samu Hurvät, der 24 Zsidö Lex., ß. 7(55. 288

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.