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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-06-01 · 4 (Juni 1932) · p. Seite 274

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
4 (Juni 1932)
Date
1932-06-01
Page
Seite 274 (sequence 40)
Language
German
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und mit 2 weiblichen Bediensteten. Er führte somit ein besonders großes Haaswesen, da es bei sämtlichen Familien damals zusammen nur 16 Bedienstete, darunter 11 weibliche, gab, wird also wohl irgendein Geschäft betrieben haben. Ich halte ihn für Philipps Sohn und für identisch mit dem späteren Famiiianten gleichen Namens, der nach der Matrik etwa 1745 geboren war. Er war mit der wie er in Göding (1769) geborenen Judith Samuel verheiratet und starb am 3. Juni 1807. Seine Stelle ging auf seinen am 8. Feber 1801 gebornen Sohn Josef über, welcher am 26. März 1829 in Eibenschitz die dortige Familiantentochter Rosalie Freiberger heiratete und sich bereits wieder Frankfurter nannte, und von dem auf seinen Sohn B a r u c h, Schnittwarenhändler, vermählt mit Theres Bunan. Die Familie ist nun im Mannsstamm erloschen. § 4. Die Familie Schlesinger stammt wahrscheinlich von dem 1746 in der Matrik als Richter genannten Herzl Schlesinger ab, der den Vertrag vom 1. Jänner 1743 ebenfalls, noch als Ausschußmann, unterfertigt hatte und (nach Wachstein) aus Preßburg war. Er besaß ein Viertel des Hauses Nr. 9 und kaufte gemeinsam mit seiner Frau Rösel 1744 im Lizitationsweg für 1150 fl. Nr. 20. Nach ihnen besaß beides der Sohn Baruch Herzl Schlesinger, von dem es der Vater der Mathl Schlesinger kaufte. Dann hatten die beiden Häuser die Josef Berlischen Erben in Austerlitz inne und von diesen kaufte die erwähnte Mathl Schlesinger, welche die Witwe nach einem anderen Hertz Schlesinger war, Nr. 9 für 80 f 1. samt einem Schulsessel für 20 fl. mit Wissen des Gödinger Rabbiners und der Vormünder, nämlich des Judenrichters Moses Wolff und des Israel Hertzfeld in Austerlitz, und jenes Viertel von Nr. 20 um 60 fl., das schon ihr Vater einmal verkauft hatte. 1773 ist kein Schlesinger ausgewiesen; vielleicht war die Familie damals schon weggezogen; in der Matrik findet sie sich aber seit 1791 wieder in Göding vor u. zw. mit dem Lundenburger Famiiianten Isak Schlesinger, geb. 1761, gestorben am 4. November 1837. Seine erste Frau war die 1774 geborene Marianne, Tochter des Straßnitzer Famiiianten Elias Schwarz, Brauhauspächters in Rohatetz. Sie starb 1814, am 29. März 1819 heiratete er zum zweitenmal: Judita, die Witwe Lazar Frankfurts. Die Familie wurde durch seine Söhne Heinrich, geb. 1791, verm. mit Berta Freund, und Löbl oder Leopold, zu- 274

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