Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 3 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 227 (sequence 65)
- Language
- German
- Belongs to
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haft hier in der heiligen Gemeinde Przemysl zur Zeit". Auf der Synode Lublin im Jahre 1678 approbierte er unter anderen Synodalrabbinern das Buch „Diwre Samuel" (Amsterdam 1678) und „Adereth Eliahu" (Frankfurt a. O. 1694). 1680 approbiert er „Diwre Chachamim" (Hamburg 1693), am 11. Tischri 1681 auf der Synode Jaroslaw unter anderen Synodalrabbinern das Buch „Beth Jehudah" (Dessau 1698). Anscheinend starb er um diese Zeit. Aggadisches von ihm ist im „Imre Bina" (Dyhernfurth 1748) unter dem Wochenabschnitt „Achare Mauss" gedruckt. Er hatte 3 Söhne und eine Tochter. Die Söhne hießen Mordechai, Abraham, Jekuthiel Lasil, welche im Qemeindebuche von Przemysl erwähnt werden. — Der Mann seiner Tochter war der Rabbiner Jehuda Löb in Groß-Glogau. Dort approbierte er am 26. Tamus 1697 „Ir Benjamin" (Frankfurt a. O. 1698). Seine letzte dortige Approbation datiert vom 1. Kislew 1720 auf das Werk „Schomer Emuim" (Ottenbach 1724). Im Jahre 1681 befand er sich noch am Leben, er war damals 80 Jahre alt1 und starb anscheinend kurz darauf. Aggadisches von ihm enthält „Schemenah Lachmoh" (Dessau 1701) in einer „Rosch Haschonoh"-Predigt: „Im Namen des Rabbiners der großen Leuchte R. Jehudah Löb, Oberrabbiners von Groß-Glogau, des Schwiegersohnes des großen Gaon Josef S'gal Hurwitz, der Oberrabbiner in der berühmten heiligen Gemeinde Przemysl war." Er hatte eine Tochter namens Chwolles, die an R. Ephraim Heckscher, Rabbinatsassessor in Altona, verheiratet war. Er ist Verfasser von „Liwjath Chen" (Altona 1733) und „Atereth Pos" (das. 1743) und starb in Altona am 26. Nissan 1759, seine Frau am 25. Marcheschwan desselben Jahres.2 Bezüglich der 3 Söhne des R. Joseph H., die sich im Schneidebuche von Przemysl finden, sind wir nur auf Vermutungen angewiesen. Wir finden zu dieser Zeit 3 Männer mit dem Namen Mordechai H.; einer von ihnen ist möglicherweise der älteste Sohn R. Josephs H. R. Mordechai-ha Horowitz war der Vater des Josef Horowitz, R-abbiner in Biala (Littauen), der dort „Diwre ha-Brith" (Zolkiew 1729) approbierte. 2. R. Mordechai, Rabbiner in Lisko 1 Bernd, Gesch. d. Juden in Groß-Glogau. 2 s. seine Einleitung zu seinem „Atereth Poss'1 und im Chackme A. H. W. Nr. 40. 227