Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 3 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 226 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
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R. Pinkas Horowitz in Krakau erwähnt wird, schließe ich, daß sein Großvater Eleazar — dessen Nachkommen „Lazarus'' genannt werden, mit Litman H. aus Prag identisch ist, welcher ein Bruder des obgenannten R. Pinkas Horowitz aus Krakau war. Isaak, Sohn des Pinchas H., heiratete Jite, die Tochter des reichen und vornehmen Elieser Lipman Morawczyk, Gemeindevorstehers in Krakau, der dort am 26. Kislew 1591 starb.1 Isaak war ebenfalls Gemeindevorsteher in Krakau und Vorsteher der „Vierländersynode". In seiner Eigenschaft als Vorsteher unterzeichnet er unter den Vorstehern der Länder auf der Synode Lublin im Tamus 1621,2 sowie am Dienstag, dem 27. Kislew 1627.3 Er starb am 17. Schewat 1631 in Wien und wurde dort neben seinem am 13. Aw 1630 verstorbenen Bruder Jehuda beerdigt.4 Isaak hatte 2 Söhne, der eine Elieser Lipmann war ein Schwiegersohn des R. Abraham Abraschka Wahl, Schulleiter in Bresk-Litowsk, Sohnes des berühmten Saul Wahl — der zweite Meschullam Salman H. war Dajjan in seiner Vaterstadt Krakau.5 Der zweite Sohn von Pinchas H. aus Prag hieß Lasel aus Wien, welcher 3 Töchter hatte. Die eine, Jittel, war die Frau des Samuel Neugröschel in Prag und starb dort 1665,6 die zweite, Frummet, war verheiratet an Chanoch Henoch Hammerschlag in Wien und starb dort jung an Jahren, die dritte Frummet (nach dem Tode der zweiten geboren, daher ihr Name), heiratete Beer Pick aus Prag und starb dort im Jahre 1680.7 Ich vermute, daß Lasel auch noch einen Sohn hatte, das ist der R. Josef Hurwitz, Sohn des Jekuthiel Lasel. Er war Rabbiner in Przemysl, und einer von den Rabbinern der Vierländersynode. Wir finden seinen Namen unter den unterzeichnenden Rabbinern der Synode Jaroslaw d. d. 23. Elul 1670, daselbst approbierte er im Jahre 1671 das Werk „Lew Arjeh" (Wilhermsdorf 1670), ebenso „Sefer ha-Eschel" (Lublin 1670). Am Montag den 25. Elul 1671 unterzeichnet er sich als „Josef der Sohn des Jekuthiel, der genannt wird Lasel ha-Lewi Hurwitz, wohn- 1 Günzig, Haeschkol VII. S. 164. 2 Sefer ha-Jobel-Sokolow S. 254. 3 Perles in Monatsschrift f. Gesch. u. Wiss. d. Judtms. Jahrg. 13. S. 365, 3710. 4 Wachstein a. a. o. Nr. 156/157. 5 Haeschkol a. a. o. 6 Hock, Familien von Prag. S. 92. 7 das. 226