Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 3 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 199 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2416673-2416680-2416684--0537-2417257- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
such wegen Reduzirung der ihnen auferlegten Toleranztaxe an die Königin Maria Theresia gerichtet. Im „Acta Judaeorum 100" des mehrerwähnten Landesarchives, der Hauptstadt Budapest, heißt es in lateinischer Sprache: „Judaei in Domini Stompha et Malacka (Palffy Miklos es Lipot alatt) degentes instant, quotenus ex rationibus et motivis obintus declaratis notabilis pars imposi ipsis quanti Taxae Tolerantialis relaxaret." In diesem Gesuch heißt es auch unter anderem: „daß die Stampfener und Malackaer Juden gegen die auf sie ausgeworfene Toleranzsteuer remonstriren müssen, da die Preßburger Juden sie mit einer unerträglichen, schweren Toleranzsteuer belastete haben und bitten die Königin, anzuordnen, daß durch ihren Rabbiner (dies war der Rabbiner Eisik Kaiisch, siehe Korosz Botenu, Seite 30. u. d. f.) und durch den Preßburger Rabbiner (dies war der Rabbiner Mosche Charit, siehe Awne beth hajozer Grabstein-Inschrift 3.) eine neue Bemessung der Toleranzsteuer vorgenommen werden möge. Die daraufhin ad hoc entsendete Adrepartierungskommission konstantierte wohl, daß die Stampfener Juden durch die im Jahre 1751 in Stampfen verheerend wütende, schreckliche Feuersbrunst (in der hiesigen „Visitatio Batthyaniana Parochie Stomffensis sitae in Archi Dioecesi Strigoniensi comitatu et Archi Diaconatu Posoniensi Districtu Stomffensis" heißt es, daß diese Feuersbrunst am 31. Juli 1751 in Stampfen war) großen Schaden erlitten, doch behaupteten die Preßburger Juden in einer gegen obigen Protest eingereichten Gegeneingabe, daß die Stampfener Juden keine Ursache zur Klageführung haben, umsoweniger, „weil die Stampfener Juden sich in einer viel günstigeren, finanziellen Lage befinden und viel leichter ihr Auskommen finden können". — Im acta Judaeorum 20.100, erwähnten Landesarchives befindet sich auch folgende Aufzeichnung: „Eine von der Stampfener Judengemeinde ausgestellte Consignation deren Juden, so zur Zahlungszeit der königlichen Gelder ab anno 1749, 50, 51, 52 in den Markt zugewachsen seyend Marcus Aybenschützer, so beytraget königliches Geld 4 fl Moyses Offen . „ „ „ „ 4 fl Isaac Pressburger „ „ „ „ 2 fl 50 Lazarus Joseph contribuirt „ „ „ 3 fl Schaje Ore „ „ „ 1 fl 25 Kaufmann Isaac (des Rabb. Isaac Kalisch's Sohn) „ 1 fl 75 199