Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 3 (März 1932)
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 198 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte der Juden in Stupava (Stampfen). Nach dem von Oberrabbiner M. S. Herzog, Stupava, verfaßten, hebräischen Werke UTD DTIp* II. Fortsetzung. Simon Löwe war offenbar der Vertreter des Transmontaner (heute Malackaer) Bezirkes. 1750. Vorsteher Reb Mosche Herzfeld, Stz. 54. In einer Konskription von 1740—1750 des Landesarchivs heißt es „Rüben Philipp Breslau, der bei dem reichen Low Sinzheim in Wien Einkäufer war, ließ sich um diese Zeit in Stampfen nieder, weil er in Wien sein Vermögen nicht mehr substituieren konnte. Er brachte ein Vermögen von einigen Tausend Gulden mit". Von diesem Jahre 1750 beginnt nun durch die erwähnte neue Toleranztaxe eine neue Adrepartierung im Gemeindesteuerbuche. Die Aufschrift lautet von nun an in dieser Form: "pM v/pn ptt-rp *pn rrcnn ™trö rrn ro^ö nrroi bubn dddi &düu „Beiträge, Kopfsteuer und Abgaben für die Königin, der Allmächtige erhöhe ihren Glorienschein". In diesem Steuerregister kommt zum ersten Mal Reb Schmül Owen (Ofen) als Steuerzahler vor. Diese Toleranztaxe, (oder Malkegelder, Beiträge für die Königin, wie diese der Volksmund nannte,) war für die Juden Ungarns jährlich mit 20.000 Gulden bestimmt worden. Zu dieser Summe hatte jede einzelne Judengemeinde nach Mitgliederanzahl und nach Vermögensverhältnissen, und jedes einzelne Gemeindemitglied nach finanziellem Können beizutragen. Wiewohl nun bei dieser Toleranzsteuer-Bemessung, wie erwähnt, die Stampfener und Transmontaner (Malackaer) Bezirke durch die in die Landessteuerkommission exmittirten Delegierten, Moyzes Herzfeld, Löwe Simon. Wolf Jakob, Isak und Sanvil Geiringer vertreten waren und diese in derselben als Sachwalter ihrer Bezirke teilgenommen haben, kam doch eine offenbar für die Stampfener und Malackaer Juden als ungerecht scheinende Adrepartierung zustande. Denn die Stampfener und Malackaer Juden haben am 25. Januar 1751 ein Majestätsge- 198