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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-03-01 · 3 (März 1932) · p. Seite 189

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 189 (sequence 27)
Language
German
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der ihn mit den Worten „s. A." erwähnt.1 Letzterer starb zwischen 1443 und 1457.2 Wie erwähnt, war sein Lehrhaus eine talmudische Hochschule ersten Ranges, aus der die meisten Rabbiner Deutschlands, Österreichs und Böhmens hervorgingen. Von seinen Schülern sind uns drei rabbinische Größen bekannt: 1. R. Israel Isserlein, Verfasser der R. G. A. „Terumath Hadeschen".3 2. R. Jona ben Schalom, Rabbiner in Regensburg.4 3. R. Nathan aus Ofen.5 IV. R. Elieser ben Nathan, Sohn des Vorigen, lebte im 15. Jahrhundert, um 1426 zuerst in Olschinetz und hernach in Nürnberg, wo er am 31. 7. 1431 erwähnt wird. Er stand in halachischer Korrespondenz mit R. Jakob Landau — vulgo Maharil — und wird in dessen Werken öfters erwähnt/ V. /?. Arje Leib ben Abraham Torczyner, Darschan (Prediger) und Autor, wurde um das Jahr 1650 in Torczyn (Polen) geboren. Man nannte ihn deshalb wegen seines Geburtsortes R. Leib Torczyner. Sein eigentlicher Familienname war „Cordovero". Mehrere Jahre wohnte er in Samasc. Wie es scheint, war er dort Darschan und Privatgelehrter. Da in Polen der Krieg sich empfindlich bemerkbar machte, wanderte er um 1700 nach Deutschland, bis er schließlich nach Böhmen kam. Der wohlhabende und freigiebige Elijahu berief ihn nach Eger zur Tätigkeit in seinem Beth Hamidrasch. Er wirkte dort mehrere Jahre bis 1718, wo er dann nach Wilhermsdorf übersiedelte, um sein Werk „Pne Arje Sutta" (Wilhermsdorf 1720), welches Glossen und Homilien zum Pentateuch enthält, und einen Auszug aus seinem großen, unveröffentlichten Werke „Pne Arje Rabba" darstellt, drucken zu lassen und die Drucklegung zu überwachen. R. Arje Leib Torczyner starb am 15. Mai 1721 in Tachau in Böhmen. 1 R. G. A. Israel Brunna Nr. 67. 2 Grätz, Geschichte der Juden VIII. S. 219 A. 1. 3 Einteilung zu Leket Joscher Nr. 109. 4 a. a. 0. 5 a. a. O. Nr. 108. 6 a. a. O. Nr. 18. 189

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