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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-03-01 · 3 (März 1932) · p. Seite 187

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 187 (sequence 25)
Language
German
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drasch errichten ließ.1 Er starb daselbst Ende des 17. Jahrhunderts. Als durch die Wirren um die polnische Königskrone (1697—1733) und den Schwedischen Krieg der Aufenthalt in Polen fast unhaltbar wurde, verließ der Prediger Arje Leib Torczyner, SamosC, wo er angestellt war, und wanderte nach Böhmen aus. Als er dort unstet umher wanderte, berief ihn der wohltätige Elijahu nach Eger, damit er in seinem Bet Hamidrasch tätig sei.2 Doch hat sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts auch diese Siedlung aufgelöst, und, wie es scheint, haben um diese Zeit die letzten Juden Eger verlassen. Eine neue Absiedlung erfolgte erst hundert Jahre später, um das Jahr 1853. Die erste israelitische Kultusgemeinde wurde 1871 gegründet. — Von den Rabbinern und Gelehrten Egers sind uns folgende bekannt. I. /?. (Jakob) Jekel ben Moses aus Eger. Er wurde dort im Jahre 1349 samt seiner Frau Tylla und seinen drei Söhnen ermordet.3 Ob er dort Rabbiner oder Privatgelehrter war, kann ich nicht feststellen. II. R. (Jakob) Jekel aus Eger, eine rabbinische Größe zu seiner Zeit, lebte im 14. Jahrhundert. Er scheint in Eger geboren zu sein, da er in der zeitgenössischen Literatur immer als R. Jekel aus Eger genannt wird. In seiner Jugend lernte er gemeinsam mit R. Aaron Plumel bei R. Schalom in Wiener Neustadt.4 Noch jung an Jahren wurde er zum Rabbiner in Eger gewählt. Dann kam er als Rabbiner nach Krems und wurde, wie es scheint, nach dem Tode seines Lehrers R. Schalom an dessen Steele nach Wien berufen, woselbst er um das Jahr 1400 starb. Als Nachfolger in Wien wurde sein Jugendfreund R. Aaron Plumel aus Krems auserkoren.5 Nach dem Tode ihres gemeinsamen Lehrers R. Schalom aus Wiener Neustadt wurde R. Jekel aus Eger u. R. Aaron Plumel als die größten Rabbiner Österreichs betrachtet und anerkannt. R. Dawid Tewele Sprinz6 wurde von ihnen zum Rabbiner ordiniert.7 R. Jekel 1 Pne Arje Sutta in der Einleitung. 2 a. a. O. 3 M. G. W. J. 1900 S. 298. 4 Einteilung zum Buche Leket Joscher Nr. 74. 5 Leket Joscher I. S. 105. 6 Vgl., was ich über ihn in der Encyclopaedia Judaica V. S. 875 berichtet habe. 7 R. G. A. Terumat ha-Deschen II. Nr. 139. 187

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