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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-03-01 · 3 (März 1932) · p. Seite 178

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 178 (sequence 16)
Language
German
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(Dieselbe Nachricht im C. c. Musea v. J. 1898, pag. 445, Pametni kniha mesta Prahy c. 994, Veleslavin, Kai. histor. 1590, B.-Dv. I.-329.) 1508 (768) Sonntag nach St. Vincenz predigte Mag. Jifik Sovka und rief namentlich den Albrecht Bendl, den er verurteilte, weil dieser sagte, daß eine jedwede Nation, sei es die der Judep oder jene der Heiden oder Griechen, der Erlösung teilhaftig werden kann. Und den Sigmund Barsa aus Kamenice verurteilte er zur Hölle, weil dieser Reden führte, als ob sich Gott nie auf Erden offenbart hätte. 1508 (772) In diesem Jahre am Tage des hl. Geistes kamen Juden in schwere Gefahr; denn König Vladislav erteilte den Pragern und auch andern die Gnade, daß die Juden im Lande bis zum Schlüsse des laufenden Jahres verbleiben sollen. Und als sie schon außer Land zogen, nahmen sie eben die (adeligen) Herren, welche früher ihre Abschaffung erbeten, auf ihre Güter und auch in ihre Städte. Damals hob Sr. M. die den Pragern erteilte Gnade wieder auf und befahl, daß die Juden in Böhmen weiter verbleiben sollen. Auch erbat ihnen der Herr Kanzler (Lev z Rozmitäla) eine Frist ohne (präjudicale) Unterbrechung der ihnen erteilten königlichen Gnade, so daß sie hier bis zur Ankunft des Königs verbleiben sollen. (B.-Dv. L-333.) 1508 (777) Donnerstag vor St. Lambert in der ersten Nachtstunde hat (der Räuber) Kopidlansky als dreizehnter (der Rotte) bei der „Svinskä bräna" einem Vater und dessen 22jährigen Sohn (die Gliedmaßen) abgehackt („osekal") und leicht wäre es ihm gelungen, in die Stadt zu gelangen, wenn nicht der Torwächter rechtzeitig das Tor geschlossen hätte. Und den getauften Juden Benes, welcher eine Christin zur Frau hat, schnitt er die Nase, Lippen, Ohren und eine Hand ab. (Es folgt hier eine Reihe anderer Schandtaten:) „Am nächsten Morgen legte er Brand in das Städtchen Ouvaly, woselbst unserer lieben Prager Fußvolk in der Schenke lag." 1508 (782) Am Montag vor Weihnachten versammelte sich die Altstädter Gemeinde am Rathause; es kam auch der Administrator hin und sprach mit den Meistern zur Gemeinde. Er teilte mit, daß gewisse Leute die Herren schlagen, die Juden berauben und andere Schlechtigkeiten begehen wollen, daß (die Stadträte) diesem Umfuge steuern sollen, sowohl für sich, als auch für den König, ihren 178

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