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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-12-01 · 2 (Dezember 1931) · p. Seite 116

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
2 (Dezember 1931)
Date
1931-12-01
Page
Seite 116 (sequence 30)
Language
German
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Lebzeiten geliehen, und konnte sich über die Art der Rückerstattung mit ihr einigen; bloß die Zinsen wollte die Witwe als allzu hoch berechnet, nicht anerkennen, aber Isak berief sich auf das kaiserliche Patent und bestand mit Erfolg auf der Anerkennung des Judenzinses. Im Frühjahr 1636 saß er in der Fronfeste in Kaaden wegen der Hehlerei seines Sohnes Sambson, der einen aus der Kirche von Jechnitz gestohlenen Kelch angekauft hatte, und mußte am 17. März 1637 85 Gulden baren Geldes an die Jechnitzer Kirche erlegen. Im Jahre 1630 war ihm wegen einer Forderung von 63 Schock, die ihm der Schuhmacher Hans Turtsch nicht hatte bezahlen können, dessen Haus im „Süßen Loch" (heute N. L. 108 in der Süßengasse) überlassen worden, es solange zu bewohnen, bis die Schuld beglichen wäre. Da aber das nicht bewohnte Haus baufällig geworden war, wendete er, um es bewohnbar zu machen, 37 Schock für Bauherstellungen auf. Erst im Jahre 1650, nachdem Hans Turtsch und schon früher Isak d. Ä. gestorben waren und das Haus verkauft werden sollte, erhoben Isaks Erben eine Mehrforderung, weil die Einäscherung des Hauses bei der großen Feu-* ersbrunst des Jahres 1635 neue Ausbesserungen und Auslagen verursacht hätte. Der Rat aber entschied, daß die Erben sich mit 63 + 37 100 Schock begnügen müßten, deren Empfang auch Isak Brandeis und Joseph Eidlitz am 18. August 1656 bestätigten. Joseph Eidlitz, vermutlich der jüngste Sohn Isaks d. Ä., hatte dem Rittmeister Johann Schurz „zu seiner Notwendigkeit" anfangs 1650 12 rheinische Gulden vorgestreckt, die dieser in 110 Tagen zurückzuzahlen gelobte. Allein er ließ sich jedes Jahr deshalb mahnen und klagen und versprach immer, unfehlbar in 4 Wochen alles richtig zu machen. Endlich am 14. März 1653 bekannte Joseph J. vor Gericht, daß er die 12 Gulden erhalten habe. Und Johann Schurz war eine der angesehensten Kaadner Persönlichkeiten jener Zeit. In den Jahren 1634 bis 1650 ist öfter auch von Salomon Aron J. allhier die Rede. Er war von Lichtenstadt eingewandert, wo er mit seinem Bruder Lazarus Aron noch im Februar 1634 wohnhaft gewesen. Nachdem am 11. Juli 1635 fast die ganze Stadt Kaaden durch eine „Generalfeuersbrunst" in Asche gelegt worden und Jammer und Elend in allen Gassen herrschte, schrift Salomon Aron, darob unbekümmert, gleich am nächsten Tage durch die noch 116

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