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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-12-01 · 2 (Dezember 1931) · p. Seite 115

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
2 (Dezember 1931)
Date
1931-12-01
Page
Seite 115 (sequence 29)
Language
German
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Juden nur 50 Rchst. „Ergötzlichkeit" berechnete; er wurde aber von dem einen Teile der Erben mit seiner Forderung an den anderen verwiesen und es ist nicht zu ersehen, ob ihm in der Folge das Honorar ausgezahlt wurde. Isak J. von Eidlitz wußte es beim Kaiser Ferdinand II. durchzusetzen, daß dieser unterm 3. Feber 1628 an die Städte Brüx, Komotau, Kaaden, das Stift Ossek, die Grafen Paul Michna und Hans Hrsan ein offenes Patent erließ, daß dem genannten Isak bei der Eintreibung seiner Schulden alle erforderliche Hilfe zuteil werde, damit er sich „wegen abgeschlagener iustitia" nicht wieder mit Recht beschweren könne. Er fand aber die anbefohlene Unterstützung nicht, weshalb die Böhmische Kammer am 20. April 1630 den Obrigkeiten genannter Städte und Herrschaften den kaiserlichen Auftrag in Erinnerung brachte. Einige Zeit später wandte sich Isak abermals nach Wien, schilderte, wie er in der jüngst vergangenen Rebellionszeit nicht allein durch die Mansfelder räuberischen Haufen beraubt und ausgeplündert, von Haus und Hof vertrieben, seither mit großen Gaben, Kontributionen und Steuern beladen und erst neulich wieder von dem sächsischen Volk ranzioniert wurde, worüber er ins äußerste Verderben und unwiederbringlichen Schaden geriet. Weil er aber trotzdem zu seinem ausstehenden Gelde bis heute nicht kommen konnte und die Gefahr besteht, daß er samt den Seinen auf Anstiften seiner Schuldner, um sich des lästigen Mahners zu entledigen, auf die Länge zu Kaaden nicht mehr geduldet werden möchte, so bat er, durch ein neues offenes Patent den betreffenden Obrigkeiten die zuvor schon anbefohlene iustitia und Förderung noch einmal zur Pflicht zu machen, und weil er wegen seines hohen Alters und steten Krankseins nicht mehr reisen kann, der Stadt Kaaden allen Ernstes und gemessen anzubefehlen, daß er so lange als andere allda wohnende Juden samt seinem % Weibe, Kindern und Tochtermännern hier gelitten und geschützt werde. Der Kaiser willfahrte seiner Bitte und bedeutete mit der Entschließung vom 4. Juli 1633 durch die Statthalter, dem Rate von Kaaden, daß er den Isak d. Ä. J. von Eidlitz auf Grund der kaiserlichen, der gesamten- Judenschaft erteilten Privilegien noch länger in seinen Mauern dulde. 1635 verhandelte Isak d. Ä. mit der Witwe eines Kaadner Gutsbesitzers wegen 400 Schock, die er ihrem Gemahl bei dessen 115

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