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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-09-01 · 1 (September 1931) · p. Seite 23

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
1 (September 1931)
Date
1931-09-01
Page
Seite 23 (sequence 25)
Language
German
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versprachen. Nach Davids Tode veräußerte seine Witwe gemeinsam mit seinen Söhnen Chaym, Isak, Abram, Josep und Hes dieses Haus an Salmon J., dessen Schwiegervater Samuel J. dem Isak J. 20 Schock weniger 20 Groschen schuldete, welchen Betrag Salmon auf sein Haus übernahm. Letzterer stand unter dem Rechtsschutz des Friedrich von Duppau, der am 12. Jänner 1510 dessen Haus an Johann von Lobkowitz, den Pfandherrn von Kaaden, verkaufte, von dem es noch in derselben Woche, am 15. Jänner, durch Vermittlung Linhard Stampachs dem Oscher J. von Elbogen durch Kauf überkam; Johann von Lobkowitz nahm aber aus unbekannten Gründen 1513 dieses Haus wieder an sich und überließ es 1515 dem Mosch J., in dessen oder seines gleichnamigen Sohnes Besitz es bis 1526 blieb, in welchem Jahre am 9. März der Magistrat es an die Christin Barbara Storch abgab. Eine andere Reihe gleichfalls häufig wechselnder jüdischer Besitzer läßt sich für dasjenige Haus feststellen, das im Jahre 1469 der Goldschmied Jobst Kürschner dem Jeremias J. verkaufte. Dieser schloß mit seinem Nachbar einen Vertrag, daß derselbe durch des Juden Haus einen Wasserabzug führen könne für ihn und alle seine Rechtsnachfolger, dessen Instandhaltung beide Nachbarn, jeder soweit sein Haus reiche, auf sich nehmen sollten. Des Jeremias J. Eidam war Isak J., dem er 1480 sein Haus käuflich überließ, der es wieder im gleichen Jahre an Samuel J. weiter gab. Erst unter diesem Besitzer schlichtete der Stadtrat einen Streit wegen der vom Vater des letzten christlichen Besitzers Jobst Goldschmieds erhobenen Ansprüche auf das Haus zugunsten Samuels. Von ihm übernahm schon wieder im nächsten Jahre 1481 sein Eidam Salmon J. käuflich dieses Haus und wieder ein Jahr darauf, 1482, David J., genannt Döring. Dieser lieh 1485 von Joseph J., des Leßers Enkel, 20 Schock Groschen und setzte ciafür sein halbes Haus zum Pfände, dessen andere Hälfte er ihm am 26. April 1486 um 10 Schock Groschen Schwertmünze verkaufte; so ward Joseph J. Besitzer des ganzen Hauses, um es nach einigen Monaten am 11. August an Chaym J. zu veräußern, der ein Sohn der Schwester seines Vaters war. Als seine Nachbarn werden die Juden Moises und Chaim genannt. Von weiteren kürzeren Reihen jüdischer Hauseigentümer läßt sich nicht nachweisen, ob nicht eine oder die andere die Fortsetzung einer vorhergehenden ist, zumal die knappen Angaben der alten Stadtbücher nicht alle Besitzveränderungen 23

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