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Palästina · 1912-01-01 · Heft 9-10 · p. Seite 220

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 9-10
Article
Bericht der ICA
Date
1912-01-01
Page
Seite 220 (sequence 4)
Language
German
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stände etc., wofür die Genossenschaft eine minimale Amortisation und Verzinsung zu leisten hat. Die Bauten und Einrichtungen bleiben Eigentum der ICA und die Genossenschaft hat dafür 100 Frcs. Miete jährlich zu zahlen. In Sichron Jakob waren dank besserer Regenverteilung die Ergebnisse günstiger als 1910. Der Bruttoertrag zeigt ein Plus von 60.090 Frcs. Das Ergebnis pro Hektar Ackerboden war 14S Frcs. gegen 119 Frcs. in 1910. Ebensogut war das Ergebnis in Bourdj (bei Tantura), weniger gut in Marah. Es ist das erstemal, daß die Ackerkultur so hohe Erträgnisse abwirft. Die Weinstöcke geben ebenfalls höhere Erträgnisse, was aber nur den besseren klimatischen Verhältnissen zuzuschreiben ist, da die Pflege seitens der Kolonisten manches zu wünschen übrig läßt. Das gleiche gilt für die Mandelkultur. Dagegen litten die Orangenpflanzungen sehr unter dem Aprilsirokko. Die Metayers in A 11 i t hatten ungefähr das gleiche Erträgnis. Die Verwaltung rügt, daß die Pächter ihr Vieh zu Fuhren statt für die Landwirtschaft benutzen. Sie zahlten für Pacht 3300 Frcs. Die Pächter in Marah zahlten 900 Frcs. Ihr Erträgnis war bedeutend höher ais 1910. Frcs. 2715 netto gegen 1080! Die Metayers in Herbet-Menschie, welche im Jahre ihrer Installierung (1910) wegen des schlechten Bodens ein Defizit von 4000 Frcs. hatten, erzielten dank der teilweisen Entfernung der Steine ein günstiges Ergebnis. Auf nur 70 Hektar nahmen sie netto 1520 Frcs. ein. Die Schulen von Sichron waren von 115 Knaben und 123 Mädchen besucht. Die Bevölkerung von Sichron mit Nebenkolonien betrug 935 Einwohner. Die Kolonien um Tiberias hatten trotz der ungünstigen klimatischen Verhältnisse (Trockenheit) und der schlechten Preise der Zerealien kein so schlechtes Resultat als man erwarten konnte, dank dem guten Kolonistenmaterial. In M e s h a ist eine Erhöhung der Einnahmen zu verzeichnen, netto 37.265 Frcs. gegen 31.015 in 1910, hauptsächlich dank der Sesamkultur. Das Nettoeinkommen eines Kolonisten waren Frcs. 1576 (gegen 1214), eines Metayers 957 Frcs. Diese letzteren sind erst seit zwei Jahren etabliert. In Jemma haben die weniger tauglichen Elemente die Kolonie zum größten Teil verlassen. Das Nettoeinkommen ist gestiegen, während das Bruttoeinkommen gesunken ist. Dies erklärt sich daraus, daß nach Abzug untauglicher Elemente 326 Hektar weniger kultiviert wurden, während die Kosten in größerem Verhältnis gesunken sind. In D a 1 a i k a war der Mehrertrag trotz geringerer Anbaufläche ein bedeutender. Das Hektar Getreide trug 117 40 Frcs. gegen 54 30 in 1910. Das mittlere Einkommen per Metayer war 1911 : 536 Frcs., 1910: 315 Frcs. In Kineret ist dagegen ein kleiner Rückgang wegen verspäteter Aussaat zu verzeichnen, verursacht durch die Verspätung des Regens. Das Einkommen per Metayer 1911 : 724 Frcs., 1910 : 818 Frcs. In M e 1 h a m i e h war die Ernte weniger zufriedenstellend und das Erträgnis ist stark gesunken. Schuld daran ist die große Trockenheit des 218

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