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Palästina · 1912-01-01 · Heft 9-10 · p. Seite 221

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
9 (1912)
Issue
Heft 9-10
Article
Bericht der ICA
Date
1912-01-01
Page
Seite 221 (sequence 5)
Language
German
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Winters. Obzwar der Quantitätsertrag per Hektar sogar gestiegen ist, fiel der Gesamtertrag, weil 93 Hektar unbebaut bleiben mußten und die Verkaufspreise niedriger waren. Die Baumwollkultur wurde gänzlich aufgegeben wegen der Schwierigkeit der Arbeiterbeschaffung. In Ain Kateb war der Ertrag ein besserer als 1910. Das Nettoeinkommen des Metayers betrug 596 Frcs. oder per Hektar 36 Frcs. netto. Doch hofft die ICA, daß sich die Erträge bessern werden, da es sich um ausgesuchte Arbeiter handelt. Im Ganzen wurden in den Kolonien um Tiberias 1911 kultiviert: 2480'7 Hektar, welche 123.320 Frcs. netto gebracht haben. Die Zahl der Schüler in diesen Kolonien betrug 159, die Bevölkerung 581 Seelen. Die Haurandomäne litt unter verschiedenen ungesunden Umständen und ihr Defizit ist noch größer geworden. In Ober-Galiläa waren die Erträge, besonders der Gemüsepflanzungen besser als 1910. Trotzdem ist in manchen Kolonien der Erlös gesunken infolge der niedrigeren Getreidepreise. In Rosch Pinah ist ein kleiner Mehrerlös zu verzeichnen. Auf den einzelnen Kolonisten entfielen im Mittel 1295 Frcs. (gegen 1100 Frcs. 1910.) Die Kolonisten verloren sehr viel Vieh, hauptsächlich, weil sie keinen Tierarzt anstellen wollen. Auch gründen sie keine Viehversicherungskassen. Die Weinstöcke sind durch die Phylloxera gänzlich zerstört. Die Mandelernte war sehr zufriedenstellend und trug doppelt so viel wie 1910, da die Kolonisten die Pflanzungen immer sorgfältiger pflegen. Schülerzahl 243, Einwohnerzahl 590. In Jessod Hama'alah haben die 20 Kolonisten, welche 1910 wegen der „Sch'mittah" ihr Land nicht bepflanzten, dies natürlich 1911 getan, so daß 831 Hektar statt 419 bebaut waren. Die Ernte gab zirka 930 Frcs. für den Kolonisten. Die Sch'mittah hatte manche üble Folgen, welche die kleinen Ersparnisse der Betreffenden aufzehrten, so daß sie sogar Anleihen machen mußten. Schülerzahl 46, Einwohnerzahl 213. In M e t u 11 a h, der nördlichsten Kolonie, war der Ertrag bedeutend besser als 1910. Im Mittel fielen auf jeden Kolonisten 830 Frcs. (gegen 650 Frcs. 1910). Die größten Schulden, die sie haben, lasten auf ihrem Budget. Vom moralischen Standpunkt ist die Situation günstig. Die zahlreichen parasitären Elemente verlassen die Kolonie. Momentan sind 7 Plätze vakant, welche die ICA mit guten Arbeitern besetzen will. Schülerzahl 90, Einwohnerzahl 260. Die Kolonien der ICA. In Wadi Chanin hat sich die Lage ganz bedeutend verbessert dank den hohen Erträgen der Pflanzungen (Wein, Orangen, Mandeln). Drei Familien befassen sich mit Bienenzucht und produzierten 11.650 Kilogramm Honig. Einige Kolonisten kultivieren Zitronen und Eukalyptus. Schülerzahl 37, Einwohnerzahl 176 (40 Familien). In K a t r a haben sich gleichfalls die Erträge gehoben. Schülerzahl 33, Einwohnerzahl 128 (25 Familien). 219

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