Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 9 (1912)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Bericht der ICA für 1910
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 3)
- Language
- German
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den Arabern gehabt. Das Korn ergab eine Ausbeute wie im südlichen Frankreich und st\*>g von 13 hl (1907) bis auf 19.2(1910) per ha. Auch in Gersie sind die höchsten in Palästina zu erzielenden Resultate zu erwarten, 1910 waren es 19—21 hl per ha. Die Steuer (der Oscher) der Kolonie war zum erstenmal eine reguläre: 12V2 Prozent. Die Schule war von 57 Schülern (27 Knaben, 30 Mädchen) der Kindergarten von 28 (7 Knaben, 21 Mädchen) besucht. Der Unterricht erfolgt in hebräischer Sprache, auch arabisch wird gelehrt. Die Talmud- Thora besuchten 20 Knaben. An ihr wirkten zwei Lehrer, von der Freien Vereinigung — welche viele ähnliche Anstalten in den Kolonien subventioniert — angestellt. Ekron zählte 1910 335 Bewohner. Petach-Tikwah. Das Fruchttragen früher angelegter Pflanzungen verbessert die Situation der Kolonie sehr staik. Die Kolonisten stecken eigenes und geliehenes Kapital in neue Pflanzungen. Der Ertrag dieser Kulturen betrug 1910 466.971 Frcs. (gegen bloß 370.0C0 in 1939). Der Ackerbau ergab schlechte Resultate. Auch in Kafr-Saba wurden die Pflanzungen (Mandeln) gut gepflegt und gaben Rendemcnts. Zu den 700 Dunam Orangen, die bereits unter Exploitation standen, kamen 1910 in Petach- Tikwah nicht weniger als 500 neue hiezu, die in diesem Jahre Früchte zu tragen begannen. Diese 1200 Dunam produzierten 8 3.0 0 0 Kisten im Werte von 270.000 Frcs. Die Verkaufspreise des „Pardes" waren Frs. 6.50—9.50 frei Bord Jaffa. (In Judäa wird die von Juden mit Orangen bepflanzte Fläche auf 7000 Dunam geschätzt, in welche zirka 5 Millionen Frs. investiert sind.) — Neue Versuche: Die Kautschukliane hat sich gut entwickelt, ebenso der Riesenbambus, dessen Stämme schon 10 Meter hoch sind; die Baumwolle hat zu sehr unter Kälte gelitten. Die Schulverhältnisse sind folgende: Von 276 Kindern besuchen 208 die Schule, während 68 nach Froebelmethode arbeiten. Die Talmud- Thora, organisiert von der Frankfurter Vereinigung, hat 160 - 170 Schüler; eine von demselben Vereine errichtete A^ädchenschule zählt 40 Schülerinnen. Petach-Tikwah zählte 1910 1681 Einwohner. Die Kellereien von Rischon und Sichron Jakob waren in günstiger Lage. (Bekanntlich hat inzwischen die Weinbaugenossenschaft an Baron Rothschild einen größeren Betrag zurückgezahlt. Anm. d. Red.) In Sichron Jakob mit Zweigkolonien war die Ernte wegen zu viel Regen und Sirokko schlecht. Eine Krise wurde verhindert, weil die Kolonisten die Entschädigungssummen, welche sie für Entfernen eines Teils der Weinpflanzungen erhalten hatten, zum Ankauf von Saatgut, Viehfutter etc. verwenden konnten. Die Metayers in Atlit (10) dehnten ihre Anbaufläche aus, jene in Marah (3) sind ausgezeichnete, erfolgreiche Arbeiter, indes die Erfolge der Metayers in Herbet-Menscbie (Zahl nicht angegeben) infoige schlechten Bodens nicht günstig waren. Die Schülerzahl in Sichron betrug 253 (131 Knaben, 122 Mädchen). Sichron hatte 790 Einwohner, die drei Nebenkolonien 67. 18